Mittwoch, 24. April 2013

Einzug der Hühner

In der ersten Woche nach Fertigstellung des Stalls haben wir mit 6 Hühner begonnen, aber es werden natürlich noch mehr. Hier gibt es die ersten Fotos unserer neuen Bewohner:

  

Die Kinder durften zwei Stück von unserem Village Chairman abholen, der ganz in der Nähe wohnt, die großen Buben füttern sie nun fleißig.

Unsere Hühner sind einheimischer, lokaler Abstammung. Das hat den Vorteil, dass sie robust, wenig anfällig für Krankheiten sind, natürliche Instinkte wie die Flucht vor einem Habicht/Falken besitzen, recht anspruchslos und daher einfach zu halten sind. Der einzige Nachteil ist, dass sie etwas kleiner sind und langsamer wachsen als die hochgezüchteten Europäischen, die man zu Hundert in Kartons am Markt kaufen kann. Ein "lebendiges" Huhn kostet ca. Ksh 500.- und ein guter Hahn Ksh 600.-. Geschlachtet und fertig für den Verkauf bekommt man die aus Massentierhaltung um die Ksh 400.- beim Fleischer, für unsere lokalen würde man Ksh 600.- bezahlen. Ein Ei kommt auf Ksh 10.- bis 15.- - kommt auf die Größe an.
Abzüglich der Grundinvestition des Stalls und Zauns sparen wir uns in Zukunft also an die Ksh 2500.- pro Woche, der ganze organische Abfall wird verwertet und die Kinder lernen mit den Tieren umzugehen und sie zu pflegen.

Unser Hund Teddy hat sich schon unter dem Gatter durchgebuddelt und läuft manchmal aufgeregt am Zaun auf und ab. Zum Glück will er nur spielen und die Hühner sind durchaus wehrhaft.

Montag, 15. April 2013

Der Hühnerstall

Wir hatten ja schon im Jänner angekündigt, dass wir mit den Planungen begonnen haben.
Nun ist es endlich so weit. Wir stehen kurz vor der Vollendung. Der Beton um die Türstöcke muss noch trocknen, dann können wir die Türen auch einhängen.

Mike wird in den nächsten Tagen 10 Hühner und einen Hahn kaufen. Mit diesen werden wir anfangen zu züchten, um dann an die 50 Stück zu haben, die sich so reproduzieren, damit wir 5 Hühner und mindestens 30 Eier pro Woche essen können.

Sobald die ersten Bewohner eingezogen sind, werden wir wieder berichten!

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Pflügen, graben, säen,...

Um 10:00 hörten wir vom Nebengrund ein lautes Muuuuuuuhhhh! Die Rinder zum Pflügen waren eingetroffen. Voller Vorfreude - noch waren die Jungs sich der kommenden Anstrengung nicht bewusst - liefen die großen Kinder mit Mike hinüber.

Nachdem die meisten Kinder noch sehr klein waren, als sie zu uns kamen, kenne sie das Leben mit den Jahreszeiten nicht. Die Regenzeit beginnt und wer fleißig ist, der hat seine Felder schon bestellt und hofft nun auf Regen. So nun auch das Amadeus Kinderheim.

Leider sind die meisten unserer Nachbarn kein gute Vorbilder und wir mussten die Kühe daher von weit herbestellen. Der Pflug wurde per Piki-Piki (Motorradtaxi) geliefert, die Kuhherde kam zu Fuß. Während zwei vor den Pflug gespannt wurden, durfte der Rest im Schatten grasen.

Nun ist 1 acre gepflügt und mit der Harke (jembe) bearbeitet bereit zum Pflanzen. Das werden die Kinder ab morgen tun.

Alle hatten großen Spaß, sogar unsere Nannies und Kleinkinder halfen brav mit. Der Boden auf unserem unbebauten Grundstück ist sehr fruchtbar und gut und wir hoffen auf eine saftige Maisernte. Im Vordergrund steht allerdings der erzieherische Wert und die neuen Erfahrungen, die unsere Kinder machen. Die knackigen Maiskölbchen sind da ein leckerer Nebeneffekt.

  

Für unsere Sponsoren haben wir jede Menge Fotos in das Album "Freizeit, Exkursionen" gestellt. Falls Sie unser Projekt unterstützen und den Link nicht haben, melden Sie sich bitte per E-Mail bei uns.

Freitag, 12. April 2013

Regenzeit

Die Schulferien haben begonnen, die Regenzeit ebenso. Das bedeutet die Zeit des Pflanzens kann starten.
Alle älteren Kinder haben sich einen Teil neben unserem großen Gemüsegarten zurechtgemacht um Mais, Bohnen, Spinat,... anzupflanzen.
Noch sind sie voller Enthusiasmus. Den heißt es nun bis zum Ende durchzuhalten, auch wenn sie nicht ausschließlich mit dem Schlauch Wasserschlachten veranstalten dürfen, sondern eben auch Unkraut zupfen und andere schwere Arbeit auf dem Plan steht.

  

Donnerstag, 11. April 2013

Baufortschritte in der Schule

Das erste Trimester ist vorüber und in der abgebrannten Schule wird fleißig gearbeitet.
Nachdem die Lulu Highschool nun alle nötigen Räume renoviert hat, kommt die Logitech Primary School an die Reihe. Die Küche ist schon wieder zur Hälfte eingedeckt, der Speisesaal folgt. Auch der Kindergarten, der uns persönlich sehr am Herzen liegt, wird in den nächsten Wochen angegangen.

Dessen Mauern stehen zwar noch, aber sie sind wegen der Hitze des Feuers mit großen Rissen durchzogen, alle Elektroinstallationen sind verschmort, der Fußboden aufgebrochen.
Dennoch ist man zuversichtlich, dass nach der 3 wöchigen Pause all diese Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sein werden. Dann kann das Dach neu eingedeckt werden. Man hat sich zum Glück gegen Makuti entschieden und verwendet hochwertiges Blech, das bei einem Feuer nicht sofort in Brand gesetzt wird.

Nachdem wir ja bereits die Bücher für den Kindergarten sponsern konnten und Dank großzügiger Spenden noch etwas Geld übrig ist, haben wir heute bei einem Treffen mit Mr. Shadrack Kalisa zugestimmt 77 Kindersessel und das große Ruhebett für die Babyclass zu stiften.

Jetzt ist nur noch zu hoffen, dass das Kindergartengebäude wirklich bald in Angriff genommen wird!

  

500 Casuarinas

Bereits bei Projektstart wurden 200 dieser Bäume gepflanzt. Jetzt haben wir weitere 500 Stück Casuarinas am ungenützten Nebengrund gepflanzt und er sieht immer noch leer aus. Wir haben also noch jede Menge Platz für weitere Pflanzungen. Ein Setzling kostet Kshs 10.-, also weniger als 10 €uro Cent.

Jetzt stellt sich die berechtigte Frage "Warum Casuarinas?".
  • Sie wachsen schnell und gerade.
  • Im Gegensatz zum Bluegum trocknen sie den Boden nicht aus.
  • Sie werden für die Konstruktion von Makutidächern und einfachen Gebäuden benützt.
  • Wir können sie also im Bedarfsfall selbst verwenden oder verkaufen.
Auch die Schule, die unsere Kinder besuchen, hatte vor dem großen Feuer Makutidächer: http://www.watoto.de/makuti.htm
Auf Grund der Gefahr durch Buschfeuer haben wir uns im Amadeus Kinderheim bei den Wohnhäusern für Dachziegel entschieden. Nur für unsere beiden Pavillions haben wir auf die traditionelle Deckweise zurückgegriffen. Unter einem Makutidach ist es immer schön kühl und es ist auch nett anzusehen.

  
  
oben, v. l. n. r.: Neue Setzlinge, 2,5 acre Land, "Alte" Casuarinas
unten, v. l. n. r.: Kleiner Pavillion, Dachkonstruktion mit Casuarinas, Großer Pavillion