Mittwoch, 18. August 2010

Die Familie wächst weiter

Seit dem Frühjahr 2010 hat das Amadeus Children´s Home seine Pforten geöffnet und bislang haben neun Kinder darin ein neues Zuhause gefunden. Obwohl also seit einigen Monaten Tag für Tag für diese Kinder gesorgt wird, kann noch keineswegs davon die Rede sein, dass Routine Einzug gehalten hätte, so viele Dinge gibt es im Detail zu regeln, zu organisieren und noch anzuschaffen. Viel ist passiert inzwischen, weshalb dieser Newsletter auch etwas länger ausfällt. Schließlich möchten wir Sie/Euch an allem teilhaben lassen und Ihnen nichts vorenthalten. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim lesen.

Asha und Andrea haben Gefährten bekommen
Andrea und seine Schwester Asha – unsere Erstankömmlinge über die wir im April Newsletter ausführlich berichtet haben - haben sich schon ganz prächtig eingelebt und auch unsere weiteren Kinder gewöhnen sich rasch an das neuen Lebensumfeld.

Anna und Tobias
Anna, stolze 14 Monate alt, kam Mitte April zu uns. Anna ist das jüngste von vier Kindern, die ebenfalls nicht bei der Mutter leben können ,da diese auf Grund einer mentalen Labilität nicht in der Lage ist, für ihre Kinder zu sorgen. Wir möchten gar nicht näher auf die traurigen Umstände eingehen unter denen wir Anna vorfanden, sondern lieber von den damit in Zusammenhang stehenden positiven Ereignissen berichten. Wir haben erfahren, dass Anna’s Bruder Tobias (5J.) seit einigen Monaten ebenfalls vorübergehend in einem nahe gelegenen Kinderheim wohnt, aus dem er im Oktober wieder in ein gerade im Bau befindliches Heim übersiedeln sollte. Wir haben Kontakt zu den Gründern dieses neuen Heimes aufgenommen und aus den anfänglichen Besuchen Tobias’ in unserem Heim wuchs schnell die Überzeugung, dass es eigentlich das Beste wäre, wenn Tobias immer bei seiner Schwester sein könnte. So wurden alle behördlichen Notwendigkeiten erledigt und einer Geschwisterzusammenführung stand nichts mehr im Wege. Tobias lebt nun seit Juli bei uns und seiner Schwester. Danke an Simone und Gerd, dass Ihr uns dabei so großartig unterstützt habt.

Rama und Hassan
Zwei Tage nach Anna’s Einzug holten wir Rama (3 J.) und Hassan (ca. 7 J.) ab. Die beiden Brüder lebten die letzten zwei Jahre bei Ihrer 13-jährigen Schwester. Das Mädchen ging seit dem Tod der Mutter nicht mehr zur Schule und konnte nur durch gelegentliche Arbeiten am Feld das Nötigste für ihre beiden Brüder auftreiben. Hassan und Rama geht es jetzt ausgezeichnet. Rama ist der Spaßvogel unserer Truppe, immer mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht macht er seine Späße und Hassan erhielt am Ende des Schulterms im Juli eine Auszeichnung als das sozialste und fürsorglichste Kind. Klar, dass wir da mächtig stolz waren!

Murithi und Kimathi
Im Mai bat uns das Jugendamt abermals um Hilfe. Sie informierten uns über das traurige Schicksal der Zwillinge Murithi und Kimathi (7).
Von der Mutter im Alter von acht Monaten verlassen, Vater unbekannt, wuchsen die beiden bisher beim Großvater auf. Dieser hat sich zwar nach Kräften bemüht, aber Bier als Ersatznahrung und Zigaretten damit die beiden einschlafen, sind alles andere als kindgerecht. Die beiden haben zuerst einmal kräftig Wirbel in unser Haus gebracht, sind sie doch beide hyperaktiv und es fällt ihnen schwer sich zu konzentrieren oder einfach nur mal still zu sitzen. Das hat sich inzwischen leicht gebessert und beide sind ganz entzückende kleine Buben die ständig gut gelaunt durchs Haus wirbeln.

Amy Makena
Amy ist unser Nesthäkchen und so klein und zart sie ist, so berührend und unfassbar ist ihre Geschichte. Ende Juli erhielten wir sozusagen einen Notruf vom Jugendamt. Ein neugeborenes Baby sei in einem im Norden Mombasa’s gelegenen Krankenhaus von der Mutter zurückgelassen worden. Von der Mutter trotz polizeilicher Ermittlungen keine Spur, die Kosten im Krankenhaus enorm und niemand der sich um das Baby kümmern könnte. Wir hatten um einige Minuten Bedenkzeit gebeten um mit dem Team zu sprechen, obwohl uns schon klar war, dass wir nicht nein sagen könnten. Die Besprechung mit dem Team war dann auch nur eine Formsache, denn was hätte unser Heim für einen Sinn (so unser Team), wenn wir jetzt nein sagen nur weil wir nicht darauf vorbereitet sind? Es blieben uns also zwei ganze Tage um das Haus entsprechend den Ansprüchen eines Neugeborenen genügend vorzubereiten. Babykleidung, Pampers, Fläschchen, Sterilisator, Babybett … all das musste besorgt werden. Der Arbeitsplan wurde umgestellt, die Schichten verlängert, etc, etc. Am dritten Tag holten wir Amy ab. 2300 Gramm schwer und eine schwere Sepsis am Nabel. Und das obwohl sie in einem Krankenhaus untergebracht war. Es stimmt also was man uns immer erzählt, weggelegte Babys sterben in den Krankenhäusern, weil keiner das Geld aufbringt die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Einen Tag nach der Abholung mussten wir Amy ins Spital in Diani bringen, eine Woche lang bekam sie Antibiotika gespritzt und wir alle waren mehr als betroffen. Betroffen, dass so etwas sein kann, betroffen davon, wie stark und tapfer dieses kleine Mädchen ist. Sie weinte kaum, schlief die meiste Zeit und wachte nur auf, wenn sie Hunger hatte. Und das alle zwei Stunden!
Vor wenigen Tagen war Amy 5 Wochen alt und hat mittlerweile ihr Gewicht mehr als verdoppelt. Das Gesichtchen ist voller geworden, sie blickt schon neugierig durch die Gegend und manchmal lächelt sie sogar schon und wir lächeln mit ihr.
Angesichts dieser Geschichten erscheinen alle kleinen und großen Probleme mit denen wir uns hier herumschlagen fast bedeutungslos, und zugegeben, in so manchen Momenten vergessen wir sie einfach. Was ist schon ein nicht funktionierendes Solarsystem, eine nicht funktionierende Pumpe oder kaputte Wassertanks gegen die Momente, in denen wir von unseren Kindern mit einem Strahlen empfangen werden, in denen (um sechs Uhr morgens!) das flotte Geplapper am Frühstückstisch uns weckt, Momente, in denen sie selbstvergessen ein Eis schlürfen und vor Freude quietschen?

Kindergarten und Schule in Msambweni
Die Kinder selbst merken von den vielen Dingen, die es weiterhin zu organisieren gilt, kaum etwas. Mit Ausnahme der drei kleinen Mädchen besuchen sie alle den Kindergarten bzw. die Schule. Hiefür leistet der von der Karl Kahane Foundation gespendete Schulbus beste Dienste. Ein herzliches Dankeschön dafür! Da wir derzeit nur sechs Kinder nach Msbamweni zu bringen haben, leisten wir vorübergehend auch Unterstützung dadurch, dass wir auf dem Weg dorthin Kinder mitnehmen, die von einer österreichischen Familie unterstützt werden. Schließlich ziehen wir alle an einem Strang und wechselseitige Hilfestellung ist stets geboten. Wir erhalten dafür einen kleinen Beitrag zu den Benzinkosten.
Obgleich unsere Kinder einen Schulweg von 25 km zurücklegen müssen und damit auch zusätzliche Kosten verbunden sind, haben wir uns für diese Schule des Entwicklungshilfeprojektes der Familie Dürr entschieden. Es trägt, ebenso wie die Schule, den Namen „Nice View“, eine sehr treffliche Bezeichnung, weil der Blick auf den Indischen Ozean einfach traumhaft ist.
Dieses Schulprojekt entstand aus der Überlegung heraus, dass durch die beiden schon existenten Kinderheime der Gründerin einerseits ausreichender Bedarf besteht, andererseits in dieser Schule auch Grundsätze gewahrt werden, die uns ebenfalls unabdingbar erscheinen, wie beispielsweise das strikte Verbot, Kinder aus welchen Gründen auch immer, mit Schlägen zu züchtigen.

Fußballplatz
Unsere sechs Buben sind natürlich aufgeweckte Kerlchen und ständig in Bewegung. Im Hinblick auf die Ferien im August war daher schnell der Entschluss gefasst einen Fußballplatz zu errichten, welcher auch genau zu Ferienbeginn bespielbar wurde. Aber es bedurfte einiger Anstrengungen das Gelände so zu präparieren, dass man es als eben ansehen kann und vor allem auch keine Steine den „Spielfluss“ hemmen. Der natürliche Boden weist – oft nur knapp unter einen dünnen Schicht – scharfkantige Korallen auf, die erhebliche Verletzungen hervorrufen können.
Nun aber ist der Platz mit Toren, Netzen, etc. bespielbar und die Buben haben eine große Freude. Alle sind mit vollem Einsatz dabei, auch unsere Hausmutter ☺

Unterstützung aus Europa
Teils durch persönliche Kontakte, teils über die Homepage unseres Projektes werden wir mehrfach auf persönliche Mithilfe aus Europa angesprochen. Zwar waren wir zunächst unschlüssig, ob dies jetzt in der Anfangsphase des Kinderheims schon Sinn machen würde, letztlich aber haben wir uns entschlossen Nadine und Jessica die Möglichkeit zu geben, Vorort mitzuhelfen und gemeinsam mit dem ganzen Team unsere Ziele zu verfolgen. Beide sind seit Anfang Juli in Kenia und werden einige Monate bleiben.
Nadine ist ausgebildete Sozialpädagogin und unterstützt unsere Kinder dort, wo sie Schwächen haben. Jessica ist angehende Sonderschullehrerin und zusammen mit Nadine profitieren nicht nur die Kinder von ihrer Arbeit sondern auch unsere Nannys und europäische Kinder aus Diani. Wir haben ein Ferienprogramm ins Leben gerufen. Dreimal wöchentlich kommen die Kinder zu uns, um gemeinsam mit unseren Schützlingen am Vormittag zu lernen, zu spielen, zu musizieren oder das zu tun, was gerade Spaß macht. Damit ist ein Anfang für den multikulturellen Austausch gemacht, der uns sehr wichtig ist. Alle Kinder sind begeistert, die Eltern ebenfalls und wir sind es auch. Danke Jessica, danke Nadine für den professionellen, unermüdlichen und geduldigen Einsatz!

Wasserstelle
Mitte August war es endlich soweit. Die viel besprochene Wasserstelle für die Community ist schon lange fertig, an der Außenseite unserer Grundstücksmauer sind zwei Wasserhähne angebracht die von unserem Wassertanks gespeist werden. Bisher war es schwierig einen Termin zur offiziellen, feierlichen Übergabe mit dem Chief und den Dorfältesten zu finden. Nun aber stand der Termin fest und die Party konnte steigen. Etwa 200 Gäste waren da, alles Nachbarn die von der bequemen Wasserstelle profitieren. Einfach den Wasserhahn aufdrehen anstatt lange Wege zum nächstgelegenen Brunnen zurückzulegen. Entsprechend wurde gefeiert, Reden gehalten, gebetet. Als Krönung gab es zwei frisch geschlachtete Ziegen mit Pilau und jede Menge „Sodas“. Eine Tanzgruppe führte traditionelle Tänze vor und zu guter letzt machten auch wir dabei mit. Dem Fest konnte der viele Regen am Morgen nichts anhaben und wir freuen uns, so auch einen kleinen Beitrag zum Wohlergehen der Community leisten zu können.

Patenschaften
Schon vor dem Einzug des ersten Kindes hatten wir einige Anmeldungen für Patenschaften und wir haben uns - sofern nicht ausdrücklich der Wunsch nach einem Mädchen geäußert worden war und wir haben ja bislang nur drei Mädchen bei uns – gerne an die Reihenfolge der eingelangten Anmeldungen für eine Patenschaft gehalten. Es ist nicht nur eine große Unterstützung für unser Projekt, dass Patenschaften so zahlreich übernommen werden, sondern wir sehen uns auch in unserem Weg bestärkt unter Mithilfe von Paten, die sich dauerhaft zu einer Unterstützung eines Kindes oder des Projektes entschlossen haben, einer immer größer werdenden Anzahl von Kindern ein Zuhause und eine Chance auf eine sichere Zukunft zu geben.
Auch hier bitten wir die Paten um Geduld, denn es wird noch ein wenig dauern, bis wir auch das – nämlich regelmäßige Berichte und auch Fotos von den Patenkindern – entsprechend organisiert haben werden.

Registrierung des Kinderheims
Jedes Children´s Home bedarf einer Registrierung. Den Vorgang hiefür hatten wir schon unmittelbar nach Baubeginn in die Wege geleitet, zuständig war das Children´s Department des District Kwale.
Das Verfahren und der sehr umfangreiche Antrag waren längst überreicht und in Bearbeitung, da wurde der Distrikt durch Teilung in zwei Verwaltungsbezirke aufgeteilt, der neue Bezirk heißt Msambweni und – wie zu vermuten war – ist unser Projekt nun diesem zugeordnet. Und da interaktive Verbindungen zwischen den einzelnen Verwaltungsbehörden kaum oder gar nicht bestehen, waren wir gezwungen, den gesamten Prozess der Registrierung von vorne zu beginnen. Die kommissionellen Besichtigungen haben bereits vor einigen Tagen stattgefunden, mehr als ein Staunen und zwei Anregungen (kein Besen im Food storage / ….) haben sie nicht erbracht, es ist alles bestens und der Vorgang zur Registrierung, zunächst noch auf lokaler Ebene, dann zu guter letzt in Nairobi, kann seinen Fortgang nehmen. Doch mit einer förmlichen Registrierung können wir kaum in diesem Jahr rechnen.
Das tut dem Betrieb aber keinen Abbruch und ist letztendlich eine Formalität, dennoch aber bleiben wir bei unserem Entschluss eine offizielle Eröffnung des Children´s Home erst nach der förmlichen Registrierung zu feiern, dann aber mit allem drum und dran! Wir werden den Termin auf einige Monate im Voraus ankündigen und auch zu passenden Reisezeiten festsetzen, denn einige Anfragen dafür liegen schon vor!

Steuerliche Absetzbarkeit der Spenden
Die Jahresabschlüsse 2007 bis 2009 waren geprüft, dennoch wurde zunächst der Anfang des Jahres überreichte Antrag auf Zuerkennung der „Spendenbegünstigung“ nicht positiv beschieden, vielmehr hatte das Finanzamt die Auffassung vertreten, die gesetzliche Erfordernis von drei Jahren sei erst mit Abschluss des Jahres 2010 erfüllt, das Gesetz könne nur dahin verstanden werden, dass drei volle Wirtschaftsjahre gemeint seien. Die von uns veranlasste Berufung war erfolgreich, es zählt der Kalendertag! Da der österr. Verein im Juni 2007 ins Vereinsregister eingetragen worden war, lief diese Frist spätestens im Juni 2010 ab und wir haben mit 6. Juli 2010 die bescheidmäßige Bestätigung der Spendenbegünstigung erhalten.
Das bedeutet, Spenden auch an den österreichischen Verein sind nun in den gesetzlichen Grenzen – 10 % des Jahreseinkommens – steuerlich absetzbar!

Event 9. Oktober 2010 zu Gunsten Austria for Kenya Kids Support
Die meisten von Ihnen werden bereits eine Nachricht über den Event am 9.10.2010 um 17 Uhr, im WUK erhalten haben. Heinz Bartel hat sich entschlossen unser Projekt dadurch zu unterstützen, dass er sich (erstmals) von einigen seiner Werke trennt. Wer im Rahmen dieser Veranstaltung unser Projekt mit einer angemessenen Spende, die nun auch steuerlich absetzbar ist, unterstützt, wird vom Künstler mit dem Bild seiner Wahl belohnt. In der ersten Septemberhälfte wird dazu noch eine gesonderte Einladung mit allen Details ausgesandt werden.

Dankeschön
Ein besonderes Dankeschön möchten wir unserem lieben Freund Stefan aussprechen. Er hatte die Idee anstelle von Geburtstagsgeschenken zu seinem Freudenfest, einem „sehr runden Geburtstag“, seine Freunde zu bitten für unser Projekt zu spenden. Vielen Dank für diese wunderbare und überaus erfolgreiche Idee!

Atmosphäre
Liebe Freunde des Vereins, wir würden uns wünschen, dass Sie / Ihr miterleben könntet, was sich hier tut, wie sich alles entwickelt, denn in Wahrheit ist es unbeschreiblich und kaum in einem Newsletter zu erklären! Unser Children´s Home – das hören wir immer und immer wieder und es erfüllt uns ehrlich gesagt mit Stolz – ist in jeder erdenklichen Weise auch unter Mithilfe von vielen Förderern etwas ganz Besonderes geworden! Keine Institution in der Kinder einfach gefüttert und versorgt werden, sondern ein Zuhause, eine Familie. Dafür sorgt unser unermüdliches Team das keine Mühen scheut und pausenlos freiwillig Überstunden macht. Denn neben kochen, putzen, waschen und aufräumen (man glaubt gar nicht wie viel Unordnung 9 Kindern machen können!) kümmern sie sich liebvoll um kleine Wehwehchen, trösten, wenn mal die Tränen fließen, achten auf gute Tischmanieren und höfliche Umgangsformen und drücken unsere Kleinen zärtlich wenn sie das Bedürfnis haben. Und dieses Bedürfnis ist scheinbar grenzenlos. Sie spielen mit ihnen Fußball, organisieren Geburtstagspartys, laufen um die Wette, spielen verstecken und singen und tanzen mit den Kleinen. Hausaufgaben werden gemacht, Haare geschnitten, Arzttermine wahrgenommen, Geschichten erzählt, Schulsprechstunden abgehalten, und und und. Liebes Team, was würden wir ohne Euch tun!
All dieses Bemühen ist außergewöhnlich in Kenia, das hören wir immer wieder. Na und? Für uns soll es der Standard sein denn sonst würden wir all die schönen Momente die uns die Kinder bereiten, wahrscheinlich nicht haben.
Es beginnt schon am Morgen, wenn nach und nach die Stimmen der Kleinen hörbar werden; zuerst verschlafenes, dann schnell fröhliches Geplapper, Lachen, Frohmut. Ein Klopfen an unserer Tür, man möchte einen guten Morgen Kuss und noch schnell umarmt werden bevor es ab in die Schule geht. Sind sie dann mit dem Schulbus abgefahren, kehrt ein wenig Ruhe in den noch angenehm kühlen Morgen ein und nur Asha, Anna und Amy, die erst allmählich erwachen, genießen es von den Nannys verwöhnt oder einfach in afrikanischer Manier herumgetragen zu werden.
Kommen die Buben aus der Schule, ist es vorerst einmal vorbei mit der Ruhe, denn zunächst ist noch Herumtollen im Freien angesagt, dann das gemeinsame Abendessen und alsbald die Nachtruhe, denn frühmorgens heißt es wieder ab in die Schule! Nahe am Äquator geht dann auch schon die Sonne unter und über dem Grundstück breitet sich eine Frieden widerspiegelnde Ruhe aus, zumeist herrscht fast Windstille, sodass auch das Windrad die Ruhe nicht mehr beeinträchtigt …