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Montag, 9. Januar 2012

Eine neue Schule

Die wohl größte Veränderung hat die neue Schule gebracht, in die alle unsere 11 schulpflichtigen Kinder seit Jänner gehen. Wir haben uns für einen Wechsel entschieden, weil Nice View einfach zu weit entfernt war und wir die vielen Kinder mit unserem Schulbus nicht mehr transportieren konnten. Unsere Wahl fiel auf die Mekaela Academies, die 4 ausge­zeichnete Schulen in unserer Gegend betreiben. Die Qualität des Unter­richts und die Nähe zum Amadeus Kinderheim haben uns schließlich überzeugt.

In der Früh werden die Kinder mit unserem kleinen Matatu-Schulbus hinge­bracht und am Nachmittag dürfen sie den kurzen Weg durch den Busch ge­meinsam mit einer Nanny nach Hause gehen.

Jackson, der bereits in die 4. Klasse geht und daher länger Schule hat, als die anderen, hat von einem Sponsor in Diani ein Fahrrad geschenkt bekommen, mit dem er den Schulweg nun in 10 Minuten alleine meistern kann. In den kommenden Jahren werden wir wohl einen kleinen Fahrrad­parkplatz brauchen!
Mbithe, Asha und Mary waren schrecklich aufgeregt und freuten sich sehr über ihren ersten Schultag. Für den Rest war der Unterricht zwar nichts Neues mehr, aber zum ersten Mal durften sie eine Uniform tragen (die gab es in Nice View nämlich nicht) und das tun sie immer noch mit Stolz - wie am ersten Tag.

  

Samstag, 24. Dezember 2011

Weihnachten 2012

Wieder ist es einmal so weit. Weihnachten steht vor der Tür und wir haben diesmal vorgesorgt: Die Ziege ist schon eingekauft (Wochen vor dem Fest weitaus billiger als knapp davor) und darf ihre letzten Tage bei Caretaker Athumani verbringen.

Einen Tag vor dem Fest haben wir sie dann zu uns ins Kinderheim gebracht und die Kinder hatten ihre helle Freude, die Ziege eher weniger und wirkte ob der vielen Hände und dem fröhlichen Empfang etwas gestresst. Bereits am frühen Morgen schlachteten unsere Männer das Tier professionell. Das gehört hier zum Alltag dazu und auch die Kinder finden das ganz normal. Man kauft hier eben frisch und nicht abgepackt aus dem Supermarkt.

Die Männer kümmerten sich um die Dekoration und den Grill, die Nannies kochten groß auf. Der Tisch bog sich nicht nur sprichwörtlich. Es gab Sodas (so nennt man hier Cola, Fanta und Co.) und jeder wurde mehr als satt!

Zur Bescherung unter unserem "echten" Weihnachtsbaum kamen alle in neuen Kleidern. Dieses Jahr wurden die Kinder mit Gummireifen zum Schwimmen beschenkt. Wie sich beim nächsten Schwimmen herausstellte genau das Richtige!

Frohe Weihnachten aus dem Amadeus Children's Home!

  
  

Sonntag, 18. Dezember 2011

Mehr Amadeus Kids

Unsere Familie ist auf 18 angewachsen und alle Neuan­kömm­linge haben sich sehr gut bei uns eingelebt.
Albert (13) und Jackson (12) wurden von einem Kinderheim in Malindi ins nächste abgeschoben und haben nun endlich ein permanentes, sicheres zu Hause bei uns gefunden.
Beide sind sehr gute Schüler und – wie kann es in dem Alter anders sein – lieben es in jeder freien Minute mit unseren Caretakern Fußball zu spielen.

Nach zwei langen, zermürbenden Besuchen bei Gericht in Kwale ist es schluss­endlich ganz offiziell, dass sie bei uns bleiben dürfen.
Geduld ist in Kenia definitiv der Schlüssel zum Erfolg!

Dienstag, 15. November 2011

Familienzuwachs

Und wieder ist unsere Amadeus Familie gewachsen. Im Oktober ereilte uns ein "Hilferuf" seitens der Jugendbeamtin einer benachbarten Gemeinde. Eine 25 Jahre alte Frau mit mentaler Behinderung ist seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr in der Lage für Ihre vier Kinder zu sorgen. So fand man sie zum Beispiel spät nachts desorientiert und verstört mit den Kindern auf dem Marktplatz. War der Vater der jungen Mutter bisher ein Grund nicht in die Hütte der Frau einzudringen, so ist sie nun zusätzlich den Übergriffen benachbarter Männer wehrlos ausgeliefert. Nicht nur dass sie ihre Kinder nicht ernähren kann, befürchtet das Jugendamt auch, dass den kleinen Mädchen ebenfalls etwas angetan werden könnte. Als erste Hilfsmaßnahme haben wir die beiden Mädchen, Mbithe vier Jahre alt und Nthenya, zweieinhalb Jahre alt, bei uns aufgenommen. Wir hoffen sehr, dass wir bald auch die beiden anderen Geschwisterchen zu uns holen können, um ihnen ein trauriges Schicksal ohne Zukunft zu ersparen.

Dienstag, 1. November 2011

Zu viel Wasser

Zwei Dauerbrenner
Neben dem Thema Strasse, welches wir ja schon gar nicht mehr ansprechen wollen, hat sich das Thema Dach zu einem weiteren Dauerbrenner entwickelt. Im August beauftragten wir einen Unternehmer das Dach in Ordnung zu bringen. Die darauf montierten Wassertanks hatten, wie berichtet, Dachziegel beschädigt. Also wurden die Wassertanks abmontiert, Dachziegel erneuert und die schriftliche Bestätigung, dass das Dach nun dicht sei, wurde uns als dann vom Unternehmer übermittelt. Merkwürdig nur, dass es nun an mehr Stellen im Haus Wassereintritte gibt als je zuvor. Nun, da auch wieder Duschgel im Haus ist, könnte man sogar im Flur ein Brausebad nehmen.
Handwerkliche Fähigkeiten präsentieren sich in Kenia als derartiges Manko, dass man schon annehmen muss, man führe Reparaturen deshalb schadhaft durch, um daraus ein Dauereinkommen zu generieren. Man kann sich gut vorstellen, wie sehr diese Dinge uns verärgern und mit wie viel Nachdruck wir auf dauerhafte und gute Reparatur drängen.
Wasserflecken sind eine kosmetische Sache jedoch hat Wasser die Eigenart auf Dauer zu schädigen und dann wird es richtig teuer. Ganz abgesehen von einer möglichen Gesundheitsgefährdung unserer Kinder durch Schimmelbildung. Wieder einmal wird unsere Geduld auf die Probe gestellt – und – zum Glück - haben wir schon Übung darin!

 

Marie-Christine
Und wieder haben wir eine junge Dame aus Österreich vor Ort die mit ganzem Herzen bei der Sache ist. Unsere Volontärin Marie-Christine bleibt für drei Monate und überlegt sogar, nochmals drei Monate anzuhängen. Der Umgang mit den Kindern macht ihr sichtlich Spaß und auch sonst unterstützt sie unser Team in der Haushaltsführung mit aller Kraft. Besonders begeistert sie wie sie sagt, die Warmherzigkeit der Kinder und Nannies und obwohl gerade die Kleinen sie ganz schön auf Trab halten, freut sie sich über jeden Tag den sie mit ihnen verbringen kann. Danke Marie Christine, schön dass Du bei uns bist und danke für Deine so positive Einstellung.