Wie zuletzt im Dezember 2009 berichtet, konnten die Bauarbeiten im Wesentlichen mit November des Vorjahres abgeschlossen werden, nur noch geringfügige Restarbeiten waren ausständig. Seit Januar arbeiteten wir daher mit Hochdruck am Feinschliff und realisierten auch das bereits angesprochene Büro.
Büro und Pavillion
Im Jänner erfolgte also der Umbau der ehemaligen „Bauhütte“ unseres Generalunternehmers. In diesem Gebäude befinden sich nun nicht nur das erforderliche Büro, sondern auch eine kleine Wäscherei und einen Umkleideraum für die Mitarbeiter, die nicht im Waisenhaus selbst tätig sind, fanden ohne Mühe darin Platz.
Neben diesem Gebäude bot sich eine kleine Fläche geradezu dafür an einen beschatteten Bereich zu errichten, in welchem Besucher empfangen und Meetings abgehalten werden können. Und jetzt steht hier ein Pavillon gedeckt mit einem traditionellem Makutidach.
Wir denken auch daran, hier Präventionskurse für Jugendliche abzuhalten oder Abendunterricht für Erwachsene anzubieten, die des Lesens und Schreibens nicht mächtig sind, aber auch andere Formen der Bildung werden hier möglich sein.
Seit Fertigstellung der Gebäude lag der Schwerpunkt der weiteren Arbeiten auf der Gestaltung der Außenflächen. Der Garten des Waisenhauses wurde begrünt, wobei der kenianische Rasen nicht durch Aussäen von Samen angepflanzt wird, sondern die Rasenpflanzen werden einzeln !!! gesetzt. Eine sehr aufwändige Tätigkeit und für uns eine ebenso erstaunliche wie neue Erfahrung. Zwischen den Rasenflächen sind nun die notwendigen Wege angelegt und Bäume gepflanzt, sie sollen nach und nach mehr Schatten spenden.
Nationalstolz
Und weil das Nationalbewusstsein in Kenia sehr ausgeprägt ist darf auch ein Flaggenmast nicht fehlen. Montags und Freitags werden die Flaggen gehisst. Wir waren sehr erstaunt zu sehen, dass nach dem „Anpfiff“ (wie bei einem Fußballspiel), alle Mitarbeiter, unberücksichtigt der gerade verübten Tätigkeit, stramm stehen bis das Zeremoniell beendet ist. Da wollten wir natürlich nicht hintenan bleiben und so bekam die kenianische Flagge eine österreichische Nachbarin. Das erste Hissen der Flaggen wurde dann auch von beiden Hymnen begleitet. Zugegeben, bei der kenianischen Hymne konnten wir natürlich nicht mithalten, wir haben uns aber vorgenommen, diese schnellstmöglich zu lernen.
Die Einrichtung
Wir können sagen, es ist alles vorbereitet für den Einzug der ersten Kinder, fast alle Möbel sind geliefert, die Vorhänge montiert, die Wäsche ist da, die WCs, die Duschen und Bäder sind mit den notwendigen Details wie Duschvorhängen und Spiegeln versehen. Sogar die Zahnbürsten stehen schon hab Acht!
Das Team
Das Team ist nun auch vollzählig, zunächst einmal für die Anfangsphase, in der nur eine geringere Anzahl von Kindern aufgenommen werden soll, damit das Team und überhaupt alle täglichen Abläufe sich gut einspielen können. Derzeit sind drei Mitarbeiterinnen beschäftig, Margret, unsere „1st Nanny“ wird mit Ausnahme eines Tages, die ganze Woche über im Kinderheim wohnen, Jane und Mejumaa unterstützen sie tagsüber und werden sich, bei wachsender Zahl der Kinder, die Nachtschichten teilen. Vorerst sind sie gemeinsam für alle Belange zuständig, für die Kinder, die Verpflegung, die Reinigung, die Wäsche und was eben sonst noch alles anfällt. Erst wenn eine größere Zahl an Kindern da ist und dementsprechend mehr zu tun sein wird, werden wir weitere Mitarbeiter für die anderen Tätigkeiten einstellen.
Um die Sicherheit kümmern sich Francis, Athumani und Peter. Sie sind gleichzeitig für den Garten und die Pflanzen zuständig, da jeweils nur einer von ihnen ausschließlich am Eingang seinen Dienst versieht. Peter ist zudem gelernter Koch und wir denken, wenn wir dann so um die 30 Mäuler zu stopfen haben werden, wird er auch seiner erlernten Profession im Kinderhaus nachgehen.
Mike, der uns seit Beginn des Projektes begleitet, übernimmt die Funktion des technischen Administrators und Supervisors. Er kümmert sich um alle technischen Anlagen, deren Wartung oder Reparatur, das Auto, den Service, um unseren künftigen Schulbus, ist der Mann für alle Fälle und wird zudem künftig alle Fahrten erledigen die notwendig sind. Sei es die Kinder zur Schule zu bringen und sie wieder abzuholen, sei es Einkäufe zu tätigen, um die Arztbesuche mit den Kindern oder was immer auch nur mit dem Auto zu erledigen ist.
Für einen Manager / Administrator haben wir eine weitere Einschaltung in der Daily Nation veranlasst, diesmal war die Anzahl der Zuschriften überwältigend, über 80 Bewerbungen, was die Auswahl des / der Richtigen nicht erleichterte. Eben erst haben wir uns für Joseph entschieden. Ob diese Entscheidung richtig war, wird die bis Juli laufende Probezeit zeigen. Kurzum, wir sind komplett!
Was noch fehlt!
Und was ist mit den Kindern? Diese Frage haben wir uns in den letzten Tagen auch immer wieder gestellt, erfolgte doch nach der ersten Inspektion durch das Jugendamt und dem damit verbundenem mündlichen OK im Dezember, eine zweite Inspektion durch ein fünfköpfiges behördliches Komitee im Januar.
Die schriftliche Genehmigung für die Aufnahme des Betriebes erhielten wir dann am 15. Februar - fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Spatenstich. Zwar hören wir immer wieder von Kindern in Not, mehr noch, es kommen Frauen, die Kinder abgeben wollen, weil sie nicht alle versorgen können, aber der Verweis auf den offiziellen Weg über das Jugendamt hat bisher zu keiner Zuweisung geführt. Für uns kommt aber ausschließlich der offizielle Weg einer Aufnahme in Frage, also üben wir uns in der mehrfach geschöpften Erkenntnis, dass hier die Uhren anders gehen, in Geduld und kümmern uns in der Zwischenzeit um einen weiteren wesentlichen Aspekt, der einen erheblichen Anteil am Gelingen des Projektes hat, nämlich die Involvierung der Community in das Geschehen.
Die Community
Schon zu Beginn unserer Tätigkeit haben wir von vielen Seiten immer wieder gehört, wie wichtig es ist, die Community, sprich die Gemeinde in der unser Kinderheim errichtet wurde, in das Geschehen mit einzubinden. Wir haben dem Rechnung getragen, indem wir bereits vor Baubeginn ein großes Meeting mit der Gemeinde abhielten, um sie über unser Vorhaben zu informieren und bereits unser Baumeister dazu angehalten wurde, Menschen aus der Nachbarschaft am Bau zu beschäftigen, was dann auch geschehen ist. Drei weitere Mitglieder der Community konnten sich qualifizieren und zählen nun zum siebenköpfigen Team.
Ein weiterer Beitrag zur Involvierung ist die Anbringung zweier Wasserhähne an der Außenseite unserer Mauer. Hier können sich die Gemeindemitglieder die keinen oder nur einen sehr weit entfernten Zugang zu Wasser haben, künftig kostenlos mit Trinkwasser versorgen. Die offizielle Übergabe dieser „Wasserstelle“ wir selbstverständlich in Zusammenarbeit mit den Village Chairmen (vier an der Zahl) organisiert, zelebriert und von einem kleinen Fest begleitet sein.
Nicht nur bei einem entsprechenden Treffen vor wenigen Tagen mit den Village Chairmen und auch dem Chief und dem Sub Chief of Ukunda, wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig die Integration der Gemeinde in das Projekt ist. Das haben wir im Laufe der vergangenen Monate immer wieder erfahren und gespürt, weshalb wir uns bereits einige zusätzliche Dinge überlegt haben, wie diese Integration zum gegenwärtigen Zeitpunkt aussehen kann. Die Village Chairmen waren sichtlich erfreut darüber, dass wir nach mindestens drei Kostenvoranschlägen für Grundnahrungsmittel und für die Müllentsorgung durch Gemeindemitglieder fragten. Wir sind schon sehr auf das Ergebnis gespannt.
Kinder & Patenschaften
Es beflügelt uns im höchsten Maße, dass wir nicht nur immer mehr Anfragen nach Patenschaften erhalten, sondern eine erhebliche Anzahl an fixen Zusagen vorliegt, ja mehr noch, einige ließen es sich nicht nehmen, bereits die Zahlungen aufzunehmen mit dem Hinweis, bis Kinder da sind, mögen wir das zur Deckung des laufenden Aufwandes verwenden. Und dieser ist allein schon durch die Personalkosten nicht zu unterschätzen.
Wie geht es weiter?
Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt in den nächsten Wochen, vielleicht auch Monaten, darauf, das Children´s Home mit Leben zu erfüllen und sehr behutsam die Anzahl der Kinder anwachsen zu lassen. Jedem neuen Kind wird schließlich in der Anfangsphase erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken sein.
Parallel dazu werden wir uns intensiv Gedanken machen, wie es weitergehen kann oder soll? Die vielfältigen Erfahrungen, die wir in den vergangenen drei Jahren gemacht haben, versetzen uns einerseits in die Lage, das erworbene Know How weiterhin für unser aller – denn wir empfinden uns mittlerweile als Gemeinschaft, die wir dieses Vorhaben tragen – Projekt einzusetzen, andererseits haben wir auch erfahren, dass die vordringlichsten Bedürfnisse nicht primär dort liegen, wo wir sie vermutet haben. Uneingeschränkt gilt weiter, dass Ausbildung und Sicherung der Grundbedürfnisse (Unterkunft, Ernährung, medizinische Grundversorgung) der einzige Weg sind, die Lage der Menschen mittel- und langfristig zu verbessern. Doch gerade in unserer Gegend gibt es mittlerweile eine Mehrzahl von guten Schulen, auch wenn viele sich das Schulgeld kaum oder nur unter größten Anstrengungen leisten können. Unsere Gedanken zur Fortführung unseres Projektes kreisen daher derzeit eher um ergänzende Einrichtungen, wie die Ausbildung zu handwerklichen Tätigkeiten, die wirklich benötigt werden (Tischler, Schneider, Maurer, etc.) oder eine sonstige Weiterbildung nach Absolvierung der Schulpflicht. Auch die Bildung jener, die, wie bereits erwähnt, bislang keine Schulbildung genossen haben und weder schreiben, noch lesen können, könnte ein verfolgenswertes Ziel sein, nicht zuletzt deshalb, weil das die Erkenntnis mit sich bringen kann, die eigenen Kinder wirklich zur Schule zu schicken. Die Schulpflicht allein vermag das nicht zu gewährleisten!
Montag, 1. März 2010
Dienstag, 1. Dezember 2009
Was lange währt wird endlich gut
Seit den letzten News im September ist sehr viel geschehen, es wird nicht einfach sein, darüber in Kürze zu berichten. Von August bis Mitte Dezember haben wir den Abschluss der Bauarbeiten persönlich vor Ort begleitet und so manche Hürde nehmen müssen. Und trotz der enormen Verzögerung der Fertigstellung können wir jetzt sagen: Was lange währt wird endlich gut!
Die Bauarbeiten
Die Bauarbeiten für das Kinderheim und die Nebengebäude sind abgeschlossen. Zwar hat die Verzögerung von Ende August bis Ende November uns einiges an Geduld abgefordert, doch das Ergebnis ist ganz passabel und wir sind schon ein wenig stolz darauf. Sogar die Gestaltung des Gartens und der Grünflächen konnten wir bereits in Angriff nehmen. Aber nicht nur der Bau an sich ist fertig gestellt, sondern auch die Gestaltung der Räume für die Kinder ist so gut wie abgeschlossen.
Helfende Hände
Das im vorigen Newsletter bereits erwähnte Damenteam war wieder mit Feuereifer dabei und hat diesmal von Freunden aus Frankreich, unseren ersten Voluntery Workers, ganz tatkräftige Unterstützung erhalten. Pauline und Sandro kamen genau zur richtigen Zeit und sie bewiesen jede Menge Geschick in Sachen Feinarbeit. Aber auch wenn es darum ging so richtig mit anzupacken, konnte man sich jederzeit auf sie verlassen. Und die Tatsache, dass sie sich mit einer 60 Stunden Woche bei 35 Grad im Schatten konfrontiert sahen, ließ sie eher kalt. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.
Das Energiekonzept
Das sonnen- und windbetriebene Energieversorgungssystem ist bereits in Betrieb. Warmwasser, Licht, und Kühlschrank, alles funktioniert ausschließlich durch die Nutzung von Sonnen- und Windenergie und es ist das erste derartige Projekt in der näheren Umgebung, welches diesen Schritt gewagt hat. Es freut uns, dass wir viele Anfragen von Besuchern bekommen, die ebenfalls daran denken auf alternative Energien umzusteigen. Umweltschutz und der sparsame Umgang mit natürlichen Ressourcen ist zum Glück nicht nur uns ein Anliegen und so hat der KSV1870 (www.ksv.at) einen ganz wesentlich Beitrag zum Erwerb der Hybridanlage geleistet. Vielen herzlichen Dank dafür!
Zuletzt wurde vor wenigen Tagen der Generator in das dafür bestimme Gebäude neben dem Wasserturm eingebracht, was ganze fünf Stunden in Anspruch genommen hat, wiegt dieser doch 1,2 Tonnen. Da war jede Menge Feingefühl gefragt.
Der Testlauf ist dann äußerst zufriedenstellend verlaufen. Damit liegen wir, was die Energieversorgung anlangt, auf der ganz sicheren Seite, letztlich ist das auch ein Sicherheitsaspekt!
Die Sicherheit
Mit Aufnahme des Betriebes muss die Sicherheit Vorort gewährleistet werden. Hiefür wurden Angebote eingeholt und die weltweit tätige Group4 ist aus dieser Ausschreibung als Bestbieter hervorgegangen.
Auch auf diesem Gebiet mussten wir neue Erfahrungen machen. Die Group4 hat verschiedene Sicherheitsmaßnahmen dringend empfohlen, teilweise sind diese auch notwendig um die laufenden Personalkosten zur Aufrechterhaltung eines Sicherheitsstandards so niedrig wie möglich zu halten. Kurzum, die das Projekt umgebende Mauer wurde auf 180 cm erhöht und darauf wird in den nächsten Tagen ein elektrischer Zaun angebracht. Freude bereitet uns das nicht, aber es wäre unklug nicht auf den Rat von Fachleuten zu hören!
Das Team
Nach und nach bildete sich auch das Team heraus, teilweise rekrutiert es sich auch aus Mitarbeitern der Baufirma, die sich als besonders engagiert und zuverlässig erwiesen haben. So können wir diesen Menschen auch über die Bauphase hinaus eine gesicherte Stellung bieten. Darüber hinaus konnte ein Team für die Betreuung der Kinder ausgewählt werden, hingegen haben wir, trotz Einschaltung in der hiefür am besten geeigneten Tageszeitung in Mombasa, noch keinen Manager / Administrator für das Waisenhaus gefunden. Die Suche für diese entscheidende Position müssen wir fortsetzen, sicher liegt es auch an unseren hohen Anforderungen!
Wie es weitergeht
Mit Fertigstellung der baulichen Arbeiten hat eine Vorbesichtigung durch das Children Department stattgefunden und wir haben das Okay für den Start. Da wir über die Feiertage nicht persönlich Vorort sind, haben wir entschieden den definitiven Startschuss für die Aufnahme von Waisenkindern gleich Anfang Jänner 2010 zu geben und wir werden die ersten Kinder vom Children Department zugewiesen bekommen. Wir freuen uns schon sehr darauf, das Haus mit Leben und hoffentlich viel fröhlichem Kinderlachen erfüllt zu sehen.
Für die förmliche Registrierung ist nun noch ein umfangreiches Dokument auszuarbeiten, welches vom ersten verwendeten Ziegelstein bis zur Augenfarbe des Gärtner so gut wie jede Information enthalten muss, die auch nur entfernt mit dem Kinderheim zu tun hat. Auf den Erhalt des offiziellen Registrierungsdokumentes wartet man dann bis zu einem Jahr, so hat man uns informiert.
Das ist insofern schade, da wir davon die Festsetzung eines Termins für die offizielle Eröffnung, verbunden mit einem afrikanischen Fest, abhängig machen, da es nicht angemessen wäre, mit allem drum und dran zu zelebrieren, wenn die kenianischen Behörden ihren Sanctus noch nicht schriftlich gegeben haben. Wir schließen nicht aus, dass es erst im Herbst kommenden Jahres zur Eröffnungsfeier kommen wird, schließlich wollen wir all jenen, die ihr Kommen zu diesem Fest in Betracht gezogen haben auch genügend Vorbereitungszeit geben.
Das Büro
Unser Baumeister hatte eine ganz ansehnliche Baustelleneinrichtung herbeigeschafft, darunter auch ein provisorisches Gebäude. Da uns durch die Verzögerung in der Fertigstellung der Bauarbeiten ein nicht unerheblicher zusätzlicher Aufwand entstanden ist, konnten wir uns mit Allan dahin einigen, dass uns dieses Gebäude, welches ansonsten abgerissen und der vorherige Zustand hätte wieder hergestellt werden müssen, sehr kostengünstig überlassen und zu einem Office und einer Wäscherei umgebaut wird. Wir sind sicher, dass sich auch dieses Gebäude gut in das bestehende Projekt eingliedern wird.
Die Straße
Schon in den vorangegangenen Newslettern haben wir das Thema der Zufahrtsstraße als Dauerbrenner bezeichnet. Daran hat sich nichts geändert, sodass wir insoweit Maßnahmen ergriffen haben, als wir im Rahmen der Vergabe der Außenarbeiten auch die ärgsten Stellen der Zufahrtsstraße entschärfen ließen. Ob wir jemals die von Regierungsstellen versprochene Gesamtinstandsetzung der Straße erhalten werden, wer weiß das schon?
Patenschaften
Weiterhin freuen wir uns, dass sich mehr und mehr Interessenten für Patenschaften melden und wollen nochmals auf unsere Informationen auf unserer Homepage verweisen. Für all jene, die sich für eine Patenschaft in der Form entscheiden, dass sie für ein bestimmtes Kind „Pate“ sein wollen, werden wir die hiefür geeigneten Informationen zusammenstellen, sobald sie im Jänner kommenden Jahres verfügbar sein werden. Wir freuen uns über jede weitere Patenschaft! Das sind in wenigen Worten zusammengefasst, die aufregenden, langwierigen, manchmal Nerven zermürbenden aber dennoch überaus erfreulichen und positiven Ereignisse der letzten Monate. Und wieder einmal ist die Zeit viel zu schnell vergangen und Weihnachten erinnert uns daran, dass das Jahr bald zu Ende geht.
Die Bauarbeiten
Die Bauarbeiten für das Kinderheim und die Nebengebäude sind abgeschlossen. Zwar hat die Verzögerung von Ende August bis Ende November uns einiges an Geduld abgefordert, doch das Ergebnis ist ganz passabel und wir sind schon ein wenig stolz darauf. Sogar die Gestaltung des Gartens und der Grünflächen konnten wir bereits in Angriff nehmen. Aber nicht nur der Bau an sich ist fertig gestellt, sondern auch die Gestaltung der Räume für die Kinder ist so gut wie abgeschlossen.
Helfende Hände
Das im vorigen Newsletter bereits erwähnte Damenteam war wieder mit Feuereifer dabei und hat diesmal von Freunden aus Frankreich, unseren ersten Voluntery Workers, ganz tatkräftige Unterstützung erhalten. Pauline und Sandro kamen genau zur richtigen Zeit und sie bewiesen jede Menge Geschick in Sachen Feinarbeit. Aber auch wenn es darum ging so richtig mit anzupacken, konnte man sich jederzeit auf sie verlassen. Und die Tatsache, dass sie sich mit einer 60 Stunden Woche bei 35 Grad im Schatten konfrontiert sahen, ließ sie eher kalt. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.
Das Energiekonzept
Das sonnen- und windbetriebene Energieversorgungssystem ist bereits in Betrieb. Warmwasser, Licht, und Kühlschrank, alles funktioniert ausschließlich durch die Nutzung von Sonnen- und Windenergie und es ist das erste derartige Projekt in der näheren Umgebung, welches diesen Schritt gewagt hat. Es freut uns, dass wir viele Anfragen von Besuchern bekommen, die ebenfalls daran denken auf alternative Energien umzusteigen. Umweltschutz und der sparsame Umgang mit natürlichen Ressourcen ist zum Glück nicht nur uns ein Anliegen und so hat der KSV1870 (www.ksv.at) einen ganz wesentlich Beitrag zum Erwerb der Hybridanlage geleistet. Vielen herzlichen Dank dafür!
Zuletzt wurde vor wenigen Tagen der Generator in das dafür bestimme Gebäude neben dem Wasserturm eingebracht, was ganze fünf Stunden in Anspruch genommen hat, wiegt dieser doch 1,2 Tonnen. Da war jede Menge Feingefühl gefragt.
Der Testlauf ist dann äußerst zufriedenstellend verlaufen. Damit liegen wir, was die Energieversorgung anlangt, auf der ganz sicheren Seite, letztlich ist das auch ein Sicherheitsaspekt!
Die Sicherheit
Mit Aufnahme des Betriebes muss die Sicherheit Vorort gewährleistet werden. Hiefür wurden Angebote eingeholt und die weltweit tätige Group4 ist aus dieser Ausschreibung als Bestbieter hervorgegangen.
Auch auf diesem Gebiet mussten wir neue Erfahrungen machen. Die Group4 hat verschiedene Sicherheitsmaßnahmen dringend empfohlen, teilweise sind diese auch notwendig um die laufenden Personalkosten zur Aufrechterhaltung eines Sicherheitsstandards so niedrig wie möglich zu halten. Kurzum, die das Projekt umgebende Mauer wurde auf 180 cm erhöht und darauf wird in den nächsten Tagen ein elektrischer Zaun angebracht. Freude bereitet uns das nicht, aber es wäre unklug nicht auf den Rat von Fachleuten zu hören!
Das Team
Nach und nach bildete sich auch das Team heraus, teilweise rekrutiert es sich auch aus Mitarbeitern der Baufirma, die sich als besonders engagiert und zuverlässig erwiesen haben. So können wir diesen Menschen auch über die Bauphase hinaus eine gesicherte Stellung bieten. Darüber hinaus konnte ein Team für die Betreuung der Kinder ausgewählt werden, hingegen haben wir, trotz Einschaltung in der hiefür am besten geeigneten Tageszeitung in Mombasa, noch keinen Manager / Administrator für das Waisenhaus gefunden. Die Suche für diese entscheidende Position müssen wir fortsetzen, sicher liegt es auch an unseren hohen Anforderungen!
Wie es weitergeht
Mit Fertigstellung der baulichen Arbeiten hat eine Vorbesichtigung durch das Children Department stattgefunden und wir haben das Okay für den Start. Da wir über die Feiertage nicht persönlich Vorort sind, haben wir entschieden den definitiven Startschuss für die Aufnahme von Waisenkindern gleich Anfang Jänner 2010 zu geben und wir werden die ersten Kinder vom Children Department zugewiesen bekommen. Wir freuen uns schon sehr darauf, das Haus mit Leben und hoffentlich viel fröhlichem Kinderlachen erfüllt zu sehen.
Für die förmliche Registrierung ist nun noch ein umfangreiches Dokument auszuarbeiten, welches vom ersten verwendeten Ziegelstein bis zur Augenfarbe des Gärtner so gut wie jede Information enthalten muss, die auch nur entfernt mit dem Kinderheim zu tun hat. Auf den Erhalt des offiziellen Registrierungsdokumentes wartet man dann bis zu einem Jahr, so hat man uns informiert.
Das ist insofern schade, da wir davon die Festsetzung eines Termins für die offizielle Eröffnung, verbunden mit einem afrikanischen Fest, abhängig machen, da es nicht angemessen wäre, mit allem drum und dran zu zelebrieren, wenn die kenianischen Behörden ihren Sanctus noch nicht schriftlich gegeben haben. Wir schließen nicht aus, dass es erst im Herbst kommenden Jahres zur Eröffnungsfeier kommen wird, schließlich wollen wir all jenen, die ihr Kommen zu diesem Fest in Betracht gezogen haben auch genügend Vorbereitungszeit geben.
Das Büro
Unser Baumeister hatte eine ganz ansehnliche Baustelleneinrichtung herbeigeschafft, darunter auch ein provisorisches Gebäude. Da uns durch die Verzögerung in der Fertigstellung der Bauarbeiten ein nicht unerheblicher zusätzlicher Aufwand entstanden ist, konnten wir uns mit Allan dahin einigen, dass uns dieses Gebäude, welches ansonsten abgerissen und der vorherige Zustand hätte wieder hergestellt werden müssen, sehr kostengünstig überlassen und zu einem Office und einer Wäscherei umgebaut wird. Wir sind sicher, dass sich auch dieses Gebäude gut in das bestehende Projekt eingliedern wird.
Die Straße
Schon in den vorangegangenen Newslettern haben wir das Thema der Zufahrtsstraße als Dauerbrenner bezeichnet. Daran hat sich nichts geändert, sodass wir insoweit Maßnahmen ergriffen haben, als wir im Rahmen der Vergabe der Außenarbeiten auch die ärgsten Stellen der Zufahrtsstraße entschärfen ließen. Ob wir jemals die von Regierungsstellen versprochene Gesamtinstandsetzung der Straße erhalten werden, wer weiß das schon?
Patenschaften
Weiterhin freuen wir uns, dass sich mehr und mehr Interessenten für Patenschaften melden und wollen nochmals auf unsere Informationen auf unserer Homepage verweisen. Für all jene, die sich für eine Patenschaft in der Form entscheiden, dass sie für ein bestimmtes Kind „Pate“ sein wollen, werden wir die hiefür geeigneten Informationen zusammenstellen, sobald sie im Jänner kommenden Jahres verfügbar sein werden. Wir freuen uns über jede weitere Patenschaft! Das sind in wenigen Worten zusammengefasst, die aufregenden, langwierigen, manchmal Nerven zermürbenden aber dennoch überaus erfreulichen und positiven Ereignisse der letzten Monate. Und wieder einmal ist die Zeit viel zu schnell vergangen und Weihnachten erinnert uns daran, dass das Jahr bald zu Ende geht.
Dienstag, 1. September 2009
Finale der Bauparbeiten
Die Bauarbeiten
Eigentlich war die Fertigstellung der Bauarbeiten für Ende August vorgesehen, aber nach einer eingehenden Baustellenbegehung gleich nach Ankunft vor Ort Ende Juli, war ziemlich schnell klar, dass sich das nicht ausgehen würde und eine Verzögerung von mindestens vier Wochen ins Kalkül zu ziehen ist. Was ist passiert?
Nun, sieht man davon ab, dass es auf nahezu jeder Baustelle immer wieder mal Verzögerungen gibt, dann muss man hier zudem auch mit der kenianischen Arbeitsweise rechnen. Es wird bei weitem nicht so strukturiert und logistisch sinnvoll gearbeitet wie bei uns, es fehlt oftmals an ausreichend ausgebildetem Personal und viele Dinge waren daher nicht in der Art und Weise ausgeführt, wie es unsererseits vorgesehen war. Also ging es daran Leitungen, die falsch geführt waren, zu verlegen, fehlende Steckdosen und Lichtschalter nachzurüsten, das Niveau der Terrasse zu korrigieren, einen bereits jetzt sich biegenden Dachbalken auszutauschen und viele andere „Kleinigkeiten“ mehr. Es wurde geplant, wo es keine Pläne gab, es wurde erklärt, erläutert, korrigiert, nachgebessert, neu gestemmt, zementiert und neu verschraubt.
Um den Fertigstellungsprozess zu beschleunigen, wurde sogar ein zusätzliches Team aus Frauen rekrutiert, die all jene Aufgaben übernommen haben, für welche die Damen mindestens ebenso viel Feingefühl haben wie die Herren. Und so kam dann frischer Wind auf die Baustelle. So hat dieses Team zum Beispiel raue Tür- und Fensterrahmen fein geschliffen und auch die Außenwände dieser aufwändigen manuellen Prozedur unterzogen.
Höhere Gewalt
Es gibt aber auch Dinge, die wir trotz größter Anstrengungen nicht beeinflussen können und die, abgesehen von der Verzögerung der Fertigstellung des Kinderheims, noch viel dramatischere Auswirkungen in Kenia haben.
Die strikte Stromrationierung seitens der Regierung hat ihren Teil zum langsameren Vorankommen beigetragen. Die noch immer ausbleibenden Regenfälle führen zur Wasserknappheit, weshalb die Kraftwerke nicht mit voller Leistung arbeiten können. Uns so gibt es in Kenia bis zu 3 Tage die Woche keinen Strom.
Angesichts der Tatsache, dass bisher bereits Tausende von Nutztieren verendet sind, die Ernte ausgefallen ist und die Menschen im Landesinneren um ihr Überleben kämpfen, ja sogar eine Hungersnot befürchtet wird, kann man diese Verzögerung nur mit Demut hinnehmen. Die Situation für die Menschen ist sehr ernst und wir können nur hoffen, dass die Natur sich doch noch gnädig zeigt um das Schlimmste abzuwenden.
Einmal mehr sind wir darin bestätigt – auch wenn es dessen eigentlich gar nicht bedarf - wie wichtig es ist, den Menschen hier unsere Hilfe angedeihen zu lassen. Und Dinge wie nicht exakt parallel verlaufende Dachleisten, altmodische Toiletten oder was auch sonst immer unser ästhetisches Empfinden treffen mag, werden sehr schnell zur Nebensache, angesichts der allgemeinen Situation.
Das Energiekonzept ...
Nicht zuletzt auf Grund der unzuverlässigen und zudem sehr teuren Stromversorgung aus öffentlicher Quelle, haben wir letzte Woche eine wichtige Entscheidung getroffen, nämlich, das gesamte Projekt mit alternativer Energie zu versorgen. In wenigen Tagen wird eine Hybridanlage installiert werden, die sämtliche Einrichtungen mit Strom aus Wind- und Solarenergie versorgen wird. Abgesehen von der damit verbundenen Unabhängigkeit und der Umweltfreundlichkeit, ist die Tatsache, dass sich die Mehrkosten bereits in weniger als vier Jahren amortisiert haben werden, ein zusätzlich erfreulicher Aspekt. Denn ab dann sparen wir so richtig Geld!
... und was uns sonst noch freutAn dieser Stelle gibt es noch viel mehr Positives zu berichten. Denn trotz aller Unwegsamkeiten die bisher erwähnt wurden, trotz aller kleinen und großen Mängel die es zu beheben gab und noch gibt, ist das Kinderheim mit allen Nebengebäuden ganz großartig gelungen. Auch unser Baumeister Allan ist mit Recht stolz auf sein Werk und die Freude daran, trotz unserer Hartnäckigkeit in Sachen Qualität und Standard (unter der er sicher auch ein wenig gelitten hat), steht ihm ins Gesicht geschrieben. Und wir freuen uns mit ihm, denn nicht nur er, sondern auch wir haben bisher sehr viel durch diese erste Phase unseres Projekt gelernt.
Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Verzögerung sich in Grenzen hält und uns nicht unnötig hohe Mehrkosten verursacht. Wir setzen alles daran, unseren Baumeister nach bestem Wissen und mit allen Kräften zu unterstützen, so dass die endgültige Bauübernahme vielleicht doch noch Mitte Oktober stattfinden kann.
Dies vorausgesetzt halten wir aus heutiger Sicht an einer Inbetriebnahme des Waisenhauses mit November fest, auch der Termin für die offizielle Eröffnung mit 20.2.2010 erscheint nicht gefährdet.
Die Straße
Es wird Ihnen nicht entgangen sein, dass das Thema Zufahrtstrasse mittlerweile zum Dauerbrenner in unseren Newslettern geworden ist. Denn die Strasse die wir benützen, ist von mal zu mal in schlechterem Zustand und führt zudem über private Grundstücke. Das scheint hier keinen zu stören und ein wenig herrscht die Mentalität: „Die Strasse ist nun mal hier, also ist sie auch offiziell.“ Wir sehen das gar nicht so und kämpfen seit einem Jahr darum, die laut Landvermessungsplan offizielle Strasse derart instand gesetzt zu bekommen, dass man sie benützen kann. Auch in den letzten Wochen wurden wieder mehrere Versuche unternommen, die Regierung dazu zu bewegen ihr bereits vor einem Jahr gegebenes Versprechen einzulösen. Auch die Vorsprache bei einem Parlamentsmitglied hat außer einem „I will take care of it and help you“ keine weiteren Erfolge gezeigt. Trotzdem ist eines sicher. WIR BLEIBEN DRAN!
Patenschaften
Mit großer Freude können wir auch berichten, dass unsere Informationen auf unserer Homepage zum Thema Patenschaften schon erste Erfolge zeigen, einige „künftige Paten“ haben sich bereits entschlossen und sobald die ersten Kinder das Waisenhaus beziehen werden, werden wir an diese Paten mit weiteren Informationen über die Kinder herantreten.
Überdies haben wir die weiteren Schritte zur Erlangung der Absetzbarkeit von Spenden gesetzt, die Jahresabschlüsse der beiden abgelaufenen Jahre sind bereits in Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer.
Wir möchten uns an dieser Stelle auch einmal für all den Zuspruch, den wir immer wieder erfahren, bedanken. Er ist uns Unterstützung und weitere Motivation zugleich. DANKESCHÖN!
Eigentlich war die Fertigstellung der Bauarbeiten für Ende August vorgesehen, aber nach einer eingehenden Baustellenbegehung gleich nach Ankunft vor Ort Ende Juli, war ziemlich schnell klar, dass sich das nicht ausgehen würde und eine Verzögerung von mindestens vier Wochen ins Kalkül zu ziehen ist. Was ist passiert?
Nun, sieht man davon ab, dass es auf nahezu jeder Baustelle immer wieder mal Verzögerungen gibt, dann muss man hier zudem auch mit der kenianischen Arbeitsweise rechnen. Es wird bei weitem nicht so strukturiert und logistisch sinnvoll gearbeitet wie bei uns, es fehlt oftmals an ausreichend ausgebildetem Personal und viele Dinge waren daher nicht in der Art und Weise ausgeführt, wie es unsererseits vorgesehen war. Also ging es daran Leitungen, die falsch geführt waren, zu verlegen, fehlende Steckdosen und Lichtschalter nachzurüsten, das Niveau der Terrasse zu korrigieren, einen bereits jetzt sich biegenden Dachbalken auszutauschen und viele andere „Kleinigkeiten“ mehr. Es wurde geplant, wo es keine Pläne gab, es wurde erklärt, erläutert, korrigiert, nachgebessert, neu gestemmt, zementiert und neu verschraubt.
Um den Fertigstellungsprozess zu beschleunigen, wurde sogar ein zusätzliches Team aus Frauen rekrutiert, die all jene Aufgaben übernommen haben, für welche die Damen mindestens ebenso viel Feingefühl haben wie die Herren. Und so kam dann frischer Wind auf die Baustelle. So hat dieses Team zum Beispiel raue Tür- und Fensterrahmen fein geschliffen und auch die Außenwände dieser aufwändigen manuellen Prozedur unterzogen.
Höhere Gewalt
Es gibt aber auch Dinge, die wir trotz größter Anstrengungen nicht beeinflussen können und die, abgesehen von der Verzögerung der Fertigstellung des Kinderheims, noch viel dramatischere Auswirkungen in Kenia haben.
Die strikte Stromrationierung seitens der Regierung hat ihren Teil zum langsameren Vorankommen beigetragen. Die noch immer ausbleibenden Regenfälle führen zur Wasserknappheit, weshalb die Kraftwerke nicht mit voller Leistung arbeiten können. Uns so gibt es in Kenia bis zu 3 Tage die Woche keinen Strom.
Angesichts der Tatsache, dass bisher bereits Tausende von Nutztieren verendet sind, die Ernte ausgefallen ist und die Menschen im Landesinneren um ihr Überleben kämpfen, ja sogar eine Hungersnot befürchtet wird, kann man diese Verzögerung nur mit Demut hinnehmen. Die Situation für die Menschen ist sehr ernst und wir können nur hoffen, dass die Natur sich doch noch gnädig zeigt um das Schlimmste abzuwenden.
Einmal mehr sind wir darin bestätigt – auch wenn es dessen eigentlich gar nicht bedarf - wie wichtig es ist, den Menschen hier unsere Hilfe angedeihen zu lassen. Und Dinge wie nicht exakt parallel verlaufende Dachleisten, altmodische Toiletten oder was auch sonst immer unser ästhetisches Empfinden treffen mag, werden sehr schnell zur Nebensache, angesichts der allgemeinen Situation.
Das Energiekonzept ...
Nicht zuletzt auf Grund der unzuverlässigen und zudem sehr teuren Stromversorgung aus öffentlicher Quelle, haben wir letzte Woche eine wichtige Entscheidung getroffen, nämlich, das gesamte Projekt mit alternativer Energie zu versorgen. In wenigen Tagen wird eine Hybridanlage installiert werden, die sämtliche Einrichtungen mit Strom aus Wind- und Solarenergie versorgen wird. Abgesehen von der damit verbundenen Unabhängigkeit und der Umweltfreundlichkeit, ist die Tatsache, dass sich die Mehrkosten bereits in weniger als vier Jahren amortisiert haben werden, ein zusätzlich erfreulicher Aspekt. Denn ab dann sparen wir so richtig Geld!
... und was uns sonst noch freutAn dieser Stelle gibt es noch viel mehr Positives zu berichten. Denn trotz aller Unwegsamkeiten die bisher erwähnt wurden, trotz aller kleinen und großen Mängel die es zu beheben gab und noch gibt, ist das Kinderheim mit allen Nebengebäuden ganz großartig gelungen. Auch unser Baumeister Allan ist mit Recht stolz auf sein Werk und die Freude daran, trotz unserer Hartnäckigkeit in Sachen Qualität und Standard (unter der er sicher auch ein wenig gelitten hat), steht ihm ins Gesicht geschrieben. Und wir freuen uns mit ihm, denn nicht nur er, sondern auch wir haben bisher sehr viel durch diese erste Phase unseres Projekt gelernt.
Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Verzögerung sich in Grenzen hält und uns nicht unnötig hohe Mehrkosten verursacht. Wir setzen alles daran, unseren Baumeister nach bestem Wissen und mit allen Kräften zu unterstützen, so dass die endgültige Bauübernahme vielleicht doch noch Mitte Oktober stattfinden kann.
Dies vorausgesetzt halten wir aus heutiger Sicht an einer Inbetriebnahme des Waisenhauses mit November fest, auch der Termin für die offizielle Eröffnung mit 20.2.2010 erscheint nicht gefährdet.
Die Straße
Es wird Ihnen nicht entgangen sein, dass das Thema Zufahrtstrasse mittlerweile zum Dauerbrenner in unseren Newslettern geworden ist. Denn die Strasse die wir benützen, ist von mal zu mal in schlechterem Zustand und führt zudem über private Grundstücke. Das scheint hier keinen zu stören und ein wenig herrscht die Mentalität: „Die Strasse ist nun mal hier, also ist sie auch offiziell.“ Wir sehen das gar nicht so und kämpfen seit einem Jahr darum, die laut Landvermessungsplan offizielle Strasse derart instand gesetzt zu bekommen, dass man sie benützen kann. Auch in den letzten Wochen wurden wieder mehrere Versuche unternommen, die Regierung dazu zu bewegen ihr bereits vor einem Jahr gegebenes Versprechen einzulösen. Auch die Vorsprache bei einem Parlamentsmitglied hat außer einem „I will take care of it and help you“ keine weiteren Erfolge gezeigt. Trotzdem ist eines sicher. WIR BLEIBEN DRAN!
Patenschaften
Mit großer Freude können wir auch berichten, dass unsere Informationen auf unserer Homepage zum Thema Patenschaften schon erste Erfolge zeigen, einige „künftige Paten“ haben sich bereits entschlossen und sobald die ersten Kinder das Waisenhaus beziehen werden, werden wir an diese Paten mit weiteren Informationen über die Kinder herantreten.
Überdies haben wir die weiteren Schritte zur Erlangung der Absetzbarkeit von Spenden gesetzt, die Jahresabschlüsse der beiden abgelaufenen Jahre sind bereits in Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer.
Wir möchten uns an dieser Stelle auch einmal für all den Zuspruch, den wir immer wieder erfahren, bedanken. Er ist uns Unterstützung und weitere Motivation zugleich. DANKESCHÖN!
Montag, 1. Juni 2009
Bauarbeiten - Fortschritte
Seit dem Spatenstich für das Waisenhaus im Februar des Jahres ist einiges geschehen, worüber wir in diesem Newsletter mit Freuden berichten.
Die Bauarbeiten
Die Errichtung der Infrastruktur (Wasserversorgung, Generatorhaus, etc.) und des Waisenhauses kommen planmäßig voran und auch die Regenzeit konnte dem Baufortschritt nichts anhaben. Es dauert nur noch wenige Tage und das Kinderheim wird gänzlich unter Dach sein. Auch der Wasserturm hat bereits sein letztes Stockwerk erreicht und sieht seinem baulichen Ende entgegen. Allmonatlich leisten wir nach Freigabe durch unseren Architekten, Patrick MUGO, eine Teilzahlung. Glücklicherweise konnten wir feststellen, dass sich die Wechselkurse überwiegend zu unserem Vorteil entwickeln, offenbar daher auch in Kenia die Inflation nicht mehr dermaßen hoch ist, wie im vergangenen Jahr.
Parallel dazu arbeiten wir an allen weiteren Vorhaben, insbesondere jenen, die für die Eröffnung des Kinderhauses notwendig sind. Detailliert darüber zu berichten wird im nächsten Newsletter möglich sein, da Gabriele sich ab Ende Juli bis auf weiteres, die erforderlichen Visa vorausgesetzt, zumindest bis Februar des kommenden Jahres Vorort beim Projekt in Kenia befinden wird.
Patenschaften um die Nachhaltigkeit zu unterstützen
Nach unseren Überlegungen dazu, die wir auch im letzten Newsletter wiedergegeben haben, haben wir uns weiter darüber Gedanken gemacht.
Zur Projektpatenschaft, aber auch zur Patenschaft für Kinder haben wir auf unserer Homepage weitere Informationen platziert und auch die Erklärungen zur Übernahme solcher Patenschaften können dort aufgerufen werden.
Wir erfahren weiterhin viel Zuspruch, ja bisweilen können wir auch hören, so etwas hätte der eine oder andere auch gerne gemacht oder schon einmal darüber nachgedacht. Dazu kann man nur sagen, es ist nie zu spät und jeder ist eingeladen sich anzuschließen.
Sobald der Betrieb aufgenommen sein wird und damit auch die monatlichen Betriebskosten anfallen, sind wir sehr an der Vergabe von Patenschaften interessiert. Es versteht sich daher, dass wir uns auch freuen würden, wenn schon heute der eine oder andere sich zur Übernahme einer Patenschaft bereit erklärt, sei sie für das Projekt oder aber ganz persönlich für eines der uns anvertrauten Kinder.
Offizielle Eröffnung des Amadeus Children's Home
Auch wenn der Betrieb schon im Herbst aufgenommen wird, wollen wir uns mit der offiziellen Eröffnung einerseits terminlich auf die sichere Seite legen, andererseits ist es unsere Absicht, dass auch die Außengestaltung weitestgehend abgeschlossen ist. Und zu guter Letzt benötigt eine würdige Eröffnungsfeier eine entsprechende Vorbereitung, weshalb wir die offizielle Eröffnung nun für die Kalenderwoche 7 / 2010 (15.-22. Februar) festgelegt haben.
Dies nicht zuletzt deshalb, weil in Aussicht ist, dass diese offizielle Übergabe der ersten Projektphase „Children´s home“ durch den österreichischen Botschafter in Kenia vorgenommen werden wird. Erste Gespräche dazu haben vor wenigen Tagen stattgefunden.
Wer an diesem Event teilzunehmen die Absicht hat, möge sich also diesen Termin vormerken, er könnte ein schöner Anlass sein, dieses wunderbare Land zu besuchen und wir würden uns freuen, mit Ihnen/Euch gemeinsam zu feiern.
Unterstützungen
Auch dieses Mal wollen wir besondere Unterstützungen nicht unerwähnt lassen. So stellt uns zum Beispiel die Fluggesellschaft CONDOR, gerade jetzt in der Projektumsetzungsphase, kostenreduzierte Flüge nach Mombasa zur Verfügung und ermöglicht uns zusätzlich, Spendengepäck zum Nulltarif mitzunehmen. Über diese spontane und großzügige Hilfe haben wir uns besonders gefreut, sind wir doch bemüht, jede Art von Nebenkosten – bisher haben wir deshalb alle unsere Flugkosten immer aus eigener Tasche bezahlt – so niedrig wie möglich zu halten. Wir bedanken uns bei CONDOR ganz herzlich für das außerordentliche Engagement.
Noch ergänzend zur Thematik der Absetzbarkeit von Spenden
Das Gesetz wurde verabschiedet, leider blieb es bei der Bedingung einer dreijährigen Wartezeit ab Gründung für die Erlangung des Vorrechtes zur Spendenbegünstigung. Mit Ende des laufenden Jahres erfüllen wir aber auch diese Bedingung, weshalb wir schon jetzt alle Vorbereitungen treffen, ab dem Jahr 2010 die Voraussetzungen für die Absetzbarkeit von Spenden zu erfüllen. Der hiefür erforderliche Antrag soll gleich Anfang des kommenden Jahres gestellt werden!
Wir hoffen, dass dieser Zwischenbericht wieder jede Menge interessanter Informationen für Sie enthält und freuen uns schon auf den nächsten Newsletter, der dann direkt aus Kenia kommen wird.
Die Bauarbeiten
Die Errichtung der Infrastruktur (Wasserversorgung, Generatorhaus, etc.) und des Waisenhauses kommen planmäßig voran und auch die Regenzeit konnte dem Baufortschritt nichts anhaben. Es dauert nur noch wenige Tage und das Kinderheim wird gänzlich unter Dach sein. Auch der Wasserturm hat bereits sein letztes Stockwerk erreicht und sieht seinem baulichen Ende entgegen. Allmonatlich leisten wir nach Freigabe durch unseren Architekten, Patrick MUGO, eine Teilzahlung. Glücklicherweise konnten wir feststellen, dass sich die Wechselkurse überwiegend zu unserem Vorteil entwickeln, offenbar daher auch in Kenia die Inflation nicht mehr dermaßen hoch ist, wie im vergangenen Jahr.
Parallel dazu arbeiten wir an allen weiteren Vorhaben, insbesondere jenen, die für die Eröffnung des Kinderhauses notwendig sind. Detailliert darüber zu berichten wird im nächsten Newsletter möglich sein, da Gabriele sich ab Ende Juli bis auf weiteres, die erforderlichen Visa vorausgesetzt, zumindest bis Februar des kommenden Jahres Vorort beim Projekt in Kenia befinden wird.
Patenschaften um die Nachhaltigkeit zu unterstützen
Nach unseren Überlegungen dazu, die wir auch im letzten Newsletter wiedergegeben haben, haben wir uns weiter darüber Gedanken gemacht.
Zur Projektpatenschaft, aber auch zur Patenschaft für Kinder haben wir auf unserer Homepage weitere Informationen platziert und auch die Erklärungen zur Übernahme solcher Patenschaften können dort aufgerufen werden.
Wir erfahren weiterhin viel Zuspruch, ja bisweilen können wir auch hören, so etwas hätte der eine oder andere auch gerne gemacht oder schon einmal darüber nachgedacht. Dazu kann man nur sagen, es ist nie zu spät und jeder ist eingeladen sich anzuschließen.
Sobald der Betrieb aufgenommen sein wird und damit auch die monatlichen Betriebskosten anfallen, sind wir sehr an der Vergabe von Patenschaften interessiert. Es versteht sich daher, dass wir uns auch freuen würden, wenn schon heute der eine oder andere sich zur Übernahme einer Patenschaft bereit erklärt, sei sie für das Projekt oder aber ganz persönlich für eines der uns anvertrauten Kinder.
Offizielle Eröffnung des Amadeus Children's Home
Auch wenn der Betrieb schon im Herbst aufgenommen wird, wollen wir uns mit der offiziellen Eröffnung einerseits terminlich auf die sichere Seite legen, andererseits ist es unsere Absicht, dass auch die Außengestaltung weitestgehend abgeschlossen ist. Und zu guter Letzt benötigt eine würdige Eröffnungsfeier eine entsprechende Vorbereitung, weshalb wir die offizielle Eröffnung nun für die Kalenderwoche 7 / 2010 (15.-22. Februar) festgelegt haben.
Dies nicht zuletzt deshalb, weil in Aussicht ist, dass diese offizielle Übergabe der ersten Projektphase „Children´s home“ durch den österreichischen Botschafter in Kenia vorgenommen werden wird. Erste Gespräche dazu haben vor wenigen Tagen stattgefunden.
Wer an diesem Event teilzunehmen die Absicht hat, möge sich also diesen Termin vormerken, er könnte ein schöner Anlass sein, dieses wunderbare Land zu besuchen und wir würden uns freuen, mit Ihnen/Euch gemeinsam zu feiern.
Unterstützungen
Auch dieses Mal wollen wir besondere Unterstützungen nicht unerwähnt lassen. So stellt uns zum Beispiel die Fluggesellschaft CONDOR, gerade jetzt in der Projektumsetzungsphase, kostenreduzierte Flüge nach Mombasa zur Verfügung und ermöglicht uns zusätzlich, Spendengepäck zum Nulltarif mitzunehmen. Über diese spontane und großzügige Hilfe haben wir uns besonders gefreut, sind wir doch bemüht, jede Art von Nebenkosten – bisher haben wir deshalb alle unsere Flugkosten immer aus eigener Tasche bezahlt – so niedrig wie möglich zu halten. Wir bedanken uns bei CONDOR ganz herzlich für das außerordentliche Engagement.
Noch ergänzend zur Thematik der Absetzbarkeit von Spenden
Das Gesetz wurde verabschiedet, leider blieb es bei der Bedingung einer dreijährigen Wartezeit ab Gründung für die Erlangung des Vorrechtes zur Spendenbegünstigung. Mit Ende des laufenden Jahres erfüllen wir aber auch diese Bedingung, weshalb wir schon jetzt alle Vorbereitungen treffen, ab dem Jahr 2010 die Voraussetzungen für die Absetzbarkeit von Spenden zu erfüllen. Der hiefür erforderliche Antrag soll gleich Anfang des kommenden Jahres gestellt werden!
Wir hoffen, dass dieser Zwischenbericht wieder jede Menge interessanter Informationen für Sie enthält und freuen uns schon auf den nächsten Newsletter, der dann direkt aus Kenia kommen wird.
Sonntag, 1. März 2009
Baubeginn und Patenschaften
Wie wir schon in unserem November Newsletter berichteten, ließ sich die Zusammenarbeit mit unserem Architekten Patrick MUGO in Nairobi sehr Erfolg versprechend an. Heute können wir mitteilen, dass unsere Erwartungen übertroffen wurden, denn es gelang in kürzester Zeit die Erwirkung aller noch ausstehenden behördlichen Bewilligungen. Die vom Architekten ausgearbeitete Ausschreibung erbrachte schon im Jänner nicht weniger als sechs Angebote von örtlichen Bauunternehmen, die als Generalunternehmer größtes Interesse an der Ausführung des Projektes bekundeten. Dies mag einerseits daran liegen, dass schon die erste Projektsphase - ein für die Südküste Kenias nicht unbedeutendes - Auftragsvolumen beinhaltet und überdies andererseits durch die Vorlage des Masterplanes jedem Anbieter klar war, dass er auch auf weitere Aufträge hoffen könne, wenn er erst einmal zu Zug gekommen war.
Besonders erfreulich war aber auch die Tatsache, dass, trotz der Inflation in Kenia, die Anbote sich im Bereich der vom Architekten abgegebenen Schätzungen bewegten!
Prüfung und Auswertung der Ausschreibungsergebnisse
Nach eingehender Überprüfung der Anbote war der Entschluss gefasst, sich von jenen Unternehmen, die die vier besten Anbote gelegt hatten, Referenzprojekte anzusehen, um möglichst noch während des Aufenthaltes Vorort im Jänner / Februar zu einer Entscheidung zu kommen.
Kenia hat uns mit der üblichen Hitze empfangen, doch es blieb uns nichts anderes übrig, als sofort loszulegen und ein Projekt um das andere zu besichtigen, um einen persönlichen Eindruck von den Unternehmen und ihren bislang realisierten Bauvorhaben zu erhalten. Es waren Schulen, Internate aber auch Wohnhäuser und Büros darunter. Wie erwartet, versuchte jeder Unternehmer sich im besten Licht zu präsentieren.
Für uns waren aber nicht ausschließlich Preis und Qualität die entscheidenden Faktoren für die Auswahl, sondern auch die Verbundenheit mit den örtlichen Verhältnissen. Aus den nachfolgenden Gesprächen kristallisierte sich damit alsbald ein Favorit, nämlich Allan GITHIA, heraus. Es ist überdies jener Unternehmer, der schon die Einfriedung des Geländes vorgenommen hatte. Im Abschlussgespräch wurden alle unsere Vorstellungen akzeptiert, auch ein geringfügiger Nachlass konnte noch vereinbart werden.
Parallel dazu haben wir weitere Gespräche mit den Behörden, insbesondere zum Thema der in einem eher bedauerlichen Zustand befindlichen Zufahrtsstraße, geführt. Wie bereits in unserem August Newsletter berichtet, hatte man uns Unterstützung bei der Instandsetzung zugesagt, bislang ist jedoch noch nichts geschehen. Vermutlich war es der nun definitiv bevorstehend Baubeginn, der ein Umdenken und damit die Ankündigung bewirkt hat, die nach dem Flächenplan dieses Gebietes vorgesehene, sozusagen offizielle Straße, die gegenwärtig eher einem Fußpfad gleicht, herzurichten, damit künftig auch Schulbusse diese Straße passieren können. Man wird sehen, was nun diese Ankündigung wert ist.
Dem Bauunternehmer ist eine Frist für die vollständige Herstellung aller Baulichkeiten bis Ende August 2009 gesetzt. Begreiflicherweise hatte er daher großes Interesse so rasch wie möglich zu beginnen. Das war auch in unserem Sinne, nicht zuletzt auch deshalb, weil wir schon darauf brannten, am Grundstück den Spatenstich zu begehen und dabei noch persönlich anwesend sein zu können.
Spatenstich und Baubeginn
In Kenia ist es üblich, dass dem Unternehmer das Baugrundstück förmlich übergeben wird. Gleichzeitig wird symbolisch der schriftliche Auftrag ausgehändigt. Die Formalitäten bedurften einiger weniger Tage,doch schon für den 17.2.2009 wurde das Ereignis anberaumt und jeder eingeladen, der bislang mit dem Projekt in Verbindung war, der Clerk des County Council of Kwale, der Chief, die Chancellors, die Village-Chairmen, Village-Chairwomen und viele andere. Nach diversen Ansprachen und Vorstellungen folgte die Übergabe des Vertrages und damit des Grundstückes an Allan GITHIA zur Ausführung der Phase 1 unseres Projektes (Kinderheim, Infrastruktur, Wasserturm, technische Gebäude). In Anschluss daran wurden in den auf dem Grundstück nach dem Masterplan vorgesehenen beiden Kreisverkehren „Christmas Trees“ gepflanzt, der Platz für einen Boabab-Baum wurde in den folgenden Tagen festgelegt und auch dieser gepflanzt. Fast alle beteiligten sich an diesem Vorgang. Zu guter letzt erfolgte beim bereits ausgesteckten Gebäudeumriss des Kinderheims die Grundsteinlegung, bevor bei Samosas und Cola die Feier ausklang.
Die nächsten Schritte
Von wenigen Ausnahmen abgesehen, konnten während dieses Aufenthaltes auch alle wesentlichen Materialien und Produkte ausgewählt werden, die beim Bau des Kinderheimes verwendet werden sollen. Einige wenige Abstimmungen sind noch erforderlich, doch können diese auch von Wien aus in Kooperation mit unserem Architekten veranlasst werden.
Dennoch wird es erforderlich sein, etwa ab Juli / August wieder Vorort zu sein, denn das Kinderheim soll sobald als möglich in Betrieb gehen. Auch die Gespräche mit dem Children Department (Jugendamt) sind weit fortgeschritten. Besonders wichtig ist aber die Auswahl der Pflegeeltern und der weiteren Mitarbeiter. Auch dies wird sicher zeitaufwändig und stellt einen besonders sensiblen Bereich dar.
Während der Bauarbeiten ist unser Architekt regelmäßig Vorort, darüber hinaus wird Mike KIMEU, der uns nun schon seit gut zwei Jahren in Ukunda unterstützt, mehrmals wöchentlich Fotos anfertigen und diese mit kurzen Berichten an uns senden, so sollten wir stets auf dem Laufenden sein.
Patenschaften zur Unterstützung der Nachhaltigkeit
In den vergangenen Jahren, wurden wir immer wieder durch Spenden und Zuwendungen von Freunden und Bekannten bei der Umsetzung unseres Vorhabens unterstützt. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle von ganzem Herzen bedanken.
Obwohl die Finanzierung zum Bau des gesamten Projektes weitgehend gesichert ist, wollen wir nicht leugnen, dass wir auch weiterhin auf Hilfe angewiesen sind, vor allem deshalb, weil die Mittel zur Finanzierung der Betriebs- und Erhaltungskosten ein wesentlicher Faktor sind, dem schon heute besondere Bedeutung beizumessen ist. Alleine für den Betrieb des Kinderheimes sind bei Vollauslastung (etwa 30 Kinder), in etwa 3000,- Euro monatlich zu budgetieren.
Wir wurden schon häufig auf Patenschaften angesprochen. Dieses rege Interesse und der Umstand, dass es ab Herbst mit laufenden Betriebskosten ernst wird, haben wir nun zum Anlass genommen, Patenschaften vorzusehen. Wir unterscheiden hierbei jedoch grundlegend zwei Arten.
Zum einen die Übernahme einer Patenschaft für ein Kind. Diese Art der Patenschaft wird erst ab Herbst des Jahres 2009 zur Verfügung stehen, wenn die ersten Kinder in das Waisenhaus kommen. Zum anderen die Projektpatenschaft, mit der man das Projekt, oder Teile des Projektes in unterschiedlichster, aber doch auch ganz konkreter Form unterstützen kann. Diese Art der Patenschaft kann sofort übernommen werden. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich auf unserer Homepage unter dem Link „Sie können helfen“ näher darüber informieren.
Allgemein zur Situation in Kenia
Der infolge der angespannten politischen Situation im Vorjahr durch Landflucht bedingte Ernteausfall hat in Kenia zu einer schwierigen Versorgungslage bei Lebensmitteln und damit auch zu beträchtlichen Preissteigerungen geführt. Man kann aber hoffen, dass sich die Situation durch die neue Ernte verbessern wird. Auch hört man, dass ab Juli dieses Jahres die Buchungssituation sehr erfreulich ist, sodass man hoffen kann, dass der Tourismus, der an der Südküste der wesentliche Arbeitgeber schlechthin ist, langsam aber sicher wieder das Niveau vor Jänner 2007 erreichen wird.
Absetzbarkeit von Spenden
Der Gesetzesentwurf liegt vor, abgesehen von einer Wartefrist von drei Jahren, die für uns nach unserem Verständnis mit 2009 ablaufen würde, kann kein Zweifel bestehen, dass AUSTRIA for KENYA KIDS SUPPORT die Voraussetzungen für die Absetzbarkeit von Spenden erfüllen wird, da sich der Gesetzgeber offenbar doch dazu durchgerungen hat, auch Projekte der Entwicklungshilfe einzubeziehen.
Besonders erfreulich war aber auch die Tatsache, dass, trotz der Inflation in Kenia, die Anbote sich im Bereich der vom Architekten abgegebenen Schätzungen bewegten!
Prüfung und Auswertung der Ausschreibungsergebnisse
Nach eingehender Überprüfung der Anbote war der Entschluss gefasst, sich von jenen Unternehmen, die die vier besten Anbote gelegt hatten, Referenzprojekte anzusehen, um möglichst noch während des Aufenthaltes Vorort im Jänner / Februar zu einer Entscheidung zu kommen.
Kenia hat uns mit der üblichen Hitze empfangen, doch es blieb uns nichts anderes übrig, als sofort loszulegen und ein Projekt um das andere zu besichtigen, um einen persönlichen Eindruck von den Unternehmen und ihren bislang realisierten Bauvorhaben zu erhalten. Es waren Schulen, Internate aber auch Wohnhäuser und Büros darunter. Wie erwartet, versuchte jeder Unternehmer sich im besten Licht zu präsentieren.
Für uns waren aber nicht ausschließlich Preis und Qualität die entscheidenden Faktoren für die Auswahl, sondern auch die Verbundenheit mit den örtlichen Verhältnissen. Aus den nachfolgenden Gesprächen kristallisierte sich damit alsbald ein Favorit, nämlich Allan GITHIA, heraus. Es ist überdies jener Unternehmer, der schon die Einfriedung des Geländes vorgenommen hatte. Im Abschlussgespräch wurden alle unsere Vorstellungen akzeptiert, auch ein geringfügiger Nachlass konnte noch vereinbart werden.
Parallel dazu haben wir weitere Gespräche mit den Behörden, insbesondere zum Thema der in einem eher bedauerlichen Zustand befindlichen Zufahrtsstraße, geführt. Wie bereits in unserem August Newsletter berichtet, hatte man uns Unterstützung bei der Instandsetzung zugesagt, bislang ist jedoch noch nichts geschehen. Vermutlich war es der nun definitiv bevorstehend Baubeginn, der ein Umdenken und damit die Ankündigung bewirkt hat, die nach dem Flächenplan dieses Gebietes vorgesehene, sozusagen offizielle Straße, die gegenwärtig eher einem Fußpfad gleicht, herzurichten, damit künftig auch Schulbusse diese Straße passieren können. Man wird sehen, was nun diese Ankündigung wert ist.
Dem Bauunternehmer ist eine Frist für die vollständige Herstellung aller Baulichkeiten bis Ende August 2009 gesetzt. Begreiflicherweise hatte er daher großes Interesse so rasch wie möglich zu beginnen. Das war auch in unserem Sinne, nicht zuletzt auch deshalb, weil wir schon darauf brannten, am Grundstück den Spatenstich zu begehen und dabei noch persönlich anwesend sein zu können.
Spatenstich und Baubeginn
In Kenia ist es üblich, dass dem Unternehmer das Baugrundstück förmlich übergeben wird. Gleichzeitig wird symbolisch der schriftliche Auftrag ausgehändigt. Die Formalitäten bedurften einiger weniger Tage,doch schon für den 17.2.2009 wurde das Ereignis anberaumt und jeder eingeladen, der bislang mit dem Projekt in Verbindung war, der Clerk des County Council of Kwale, der Chief, die Chancellors, die Village-Chairmen, Village-Chairwomen und viele andere. Nach diversen Ansprachen und Vorstellungen folgte die Übergabe des Vertrages und damit des Grundstückes an Allan GITHIA zur Ausführung der Phase 1 unseres Projektes (Kinderheim, Infrastruktur, Wasserturm, technische Gebäude). In Anschluss daran wurden in den auf dem Grundstück nach dem Masterplan vorgesehenen beiden Kreisverkehren „Christmas Trees“ gepflanzt, der Platz für einen Boabab-Baum wurde in den folgenden Tagen festgelegt und auch dieser gepflanzt. Fast alle beteiligten sich an diesem Vorgang. Zu guter letzt erfolgte beim bereits ausgesteckten Gebäudeumriss des Kinderheims die Grundsteinlegung, bevor bei Samosas und Cola die Feier ausklang.
Die nächsten Schritte
Von wenigen Ausnahmen abgesehen, konnten während dieses Aufenthaltes auch alle wesentlichen Materialien und Produkte ausgewählt werden, die beim Bau des Kinderheimes verwendet werden sollen. Einige wenige Abstimmungen sind noch erforderlich, doch können diese auch von Wien aus in Kooperation mit unserem Architekten veranlasst werden.
Dennoch wird es erforderlich sein, etwa ab Juli / August wieder Vorort zu sein, denn das Kinderheim soll sobald als möglich in Betrieb gehen. Auch die Gespräche mit dem Children Department (Jugendamt) sind weit fortgeschritten. Besonders wichtig ist aber die Auswahl der Pflegeeltern und der weiteren Mitarbeiter. Auch dies wird sicher zeitaufwändig und stellt einen besonders sensiblen Bereich dar.
Während der Bauarbeiten ist unser Architekt regelmäßig Vorort, darüber hinaus wird Mike KIMEU, der uns nun schon seit gut zwei Jahren in Ukunda unterstützt, mehrmals wöchentlich Fotos anfertigen und diese mit kurzen Berichten an uns senden, so sollten wir stets auf dem Laufenden sein.
Patenschaften zur Unterstützung der Nachhaltigkeit
In den vergangenen Jahren, wurden wir immer wieder durch Spenden und Zuwendungen von Freunden und Bekannten bei der Umsetzung unseres Vorhabens unterstützt. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle von ganzem Herzen bedanken.
Obwohl die Finanzierung zum Bau des gesamten Projektes weitgehend gesichert ist, wollen wir nicht leugnen, dass wir auch weiterhin auf Hilfe angewiesen sind, vor allem deshalb, weil die Mittel zur Finanzierung der Betriebs- und Erhaltungskosten ein wesentlicher Faktor sind, dem schon heute besondere Bedeutung beizumessen ist. Alleine für den Betrieb des Kinderheimes sind bei Vollauslastung (etwa 30 Kinder), in etwa 3000,- Euro monatlich zu budgetieren.
Wir wurden schon häufig auf Patenschaften angesprochen. Dieses rege Interesse und der Umstand, dass es ab Herbst mit laufenden Betriebskosten ernst wird, haben wir nun zum Anlass genommen, Patenschaften vorzusehen. Wir unterscheiden hierbei jedoch grundlegend zwei Arten.
Zum einen die Übernahme einer Patenschaft für ein Kind. Diese Art der Patenschaft wird erst ab Herbst des Jahres 2009 zur Verfügung stehen, wenn die ersten Kinder in das Waisenhaus kommen. Zum anderen die Projektpatenschaft, mit der man das Projekt, oder Teile des Projektes in unterschiedlichster, aber doch auch ganz konkreter Form unterstützen kann. Diese Art der Patenschaft kann sofort übernommen werden. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich auf unserer Homepage unter dem Link „Sie können helfen“ näher darüber informieren.
Allgemein zur Situation in Kenia
Der infolge der angespannten politischen Situation im Vorjahr durch Landflucht bedingte Ernteausfall hat in Kenia zu einer schwierigen Versorgungslage bei Lebensmitteln und damit auch zu beträchtlichen Preissteigerungen geführt. Man kann aber hoffen, dass sich die Situation durch die neue Ernte verbessern wird. Auch hört man, dass ab Juli dieses Jahres die Buchungssituation sehr erfreulich ist, sodass man hoffen kann, dass der Tourismus, der an der Südküste der wesentliche Arbeitgeber schlechthin ist, langsam aber sicher wieder das Niveau vor Jänner 2007 erreichen wird.
Absetzbarkeit von Spenden
Der Gesetzesentwurf liegt vor, abgesehen von einer Wartefrist von drei Jahren, die für uns nach unserem Verständnis mit 2009 ablaufen würde, kann kein Zweifel bestehen, dass AUSTRIA for KENYA KIDS SUPPORT die Voraussetzungen für die Absetzbarkeit von Spenden erfüllen wird, da sich der Gesetzgeber offenbar doch dazu durchgerungen hat, auch Projekte der Entwicklungshilfe einzubeziehen.